der Humanität.
2oä
He sich auf alles Merkwürdige seiner Zeit erstreckten,auch für jetzt viel Nutzen ziehen.
Sie wissen, mit welchem Eifer Leibnitz sichum die Vereinigung der Religion bewarb und ver-wandte. Für die damalige Zeit blieb seine Mühefruchtlos; indessen selbst das Fruchtlose seinerVorschläge, die allenthalben voll Verstandes waren,ist für uns lehrreich. Ein damaliger Regent wolltedie Sache kürzer angreifen, und eine Vereinigungder Selten, nicht in Lehren, sondern in Gebrauchen,nicht mit gutem Willen beider Theile, sondern durchsBefehle, durch Zwang bewirken. Ein untüchtigerRathgeber schrieb zu Beschönigung dieser Mittel ei»^rcanum ln pietistischer Form. Lesen
Sie, wie sich die großen FriedenSbeförderer Lrib-n i tz und Molanns, darüber erklären *); dasGutachten endigt also: „Der neuen Regel, daß einevangelischer Fürst Papst in seinem Gebiet sey, mußman nicht mißbrauchen. Bei den verständigen Ka-tholischen selbst ist ein allgemeines Eowcilium derKirche, wo nicht über, doch nicht unter dem Papste."
Hören Sie, was Leibnitz von Spielen ur-theilt: „Ich wünschte, daß Jemand alle Arten vonSpiel mathematisch behandelte und sowohl die Grün-de ihrer Regeln und Gesetze, als ihre vornehmstenKunststücke angäbe. Unsäglich viel zur Ersindungs-kunst Brauchbares liegt in den Spielen. Und diesesdaher, weil die Menschen im Scherz sinnreicher als
*) Lortbolcl, opist. 1°. i. p. 68,