Band 
Adrastea III.
Seite
225
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ü ber Humanität. LsS

„geordnete bürgerliche Freiheit,eine gesetzliche ausübende Gewalt,und Ehrfurcht für beide."

Der Verfasser führt uns über Ehina, daslteffend geschätzt wird, zu seinem Grundsatz:

Sitten unterstützen die Verfassungen.

„Städtische Gebräuche, sagt er, belacht von demHofmann, dem nür Etikette wichtig ist, ehrwürdigdem Staatsmann, der einsieht, wie sie an Tugendenhangen und zusammen das bilden, was wir Sittennannten» Wenn vordem laute Hausandachten ge-hört wurden, so war dies nicht größere Frömmig-keit, (die wohnt nur im Herzen) es war guteSitte, welche Ehrerbietung gegen Hausvater, Ord-nung im Hauswesen, Regelmäßigkeit in Geschäftenund Gewerbe vermehrte. Hat doch die einzige guteManufaclur, die bei uns Bestand gehabt hat, derGebrauch eingeführet. Die Töchter der Stadtsind wie die Lilien auf dem Felde; sie spinnennicht, aber — sie stricken. Alles von der arbeitsam-sten Hand bis zur schönsten strickt, auch bei freund-schaftlichen Besuchen, und bei größer» Zusammen-künften. Bringt diese gesellschaftliche Handarbeit,die hier in Ehren ist, in Verachtung; (dies ist dasMittel, Gebräuche abzuschaffen;) wie viel Lugendund Wohlstand gingen zugleich verlohnn."

Der Verfasser geht mehret« gute Gebrauche sei-ner Stadt mit feinen Bemerkungen durch, und kommtzu einem andern Satze:

Herders Werke z. Phll. u. Gesch. LI, P