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236 Briefe zu Beförderung
ten. Es entstand in Büchern eine BerathschlagungS-stimme, gegeben von dem freidenkenden Verstände,vernommen in Eabinetten, gehört bei Verwaltungen,wo bisher die stupide Göttinn, Routine, ihr We-sen getrieben hatte. Wahrheiten kamen in lebhafter»Umlauf, und gelehrte Kenntnisse wurden ein gemei-nes Gut für jede Wißbegierde." — Wie wahr -Die französische Encyklopädie, so unvollkommen sie'war, hat selbst durch die Verfolgungen, die sie erlitt,eine Wirkung hervorgebracht, die ihr so leicht keinevollkommnere Encyklopädie wird abgewinnen könnenund mögen.
Jetzt die cl assi sc he a lte u n d neue Li-teratur; die schönen Künste der Han-helschaft, wo der Verfasser im Scherz eine neueMuH. die Kochkunst, den ältern, vornehmeren Mv-seni-Mifüget. „Schöne Kunst oder Wissenschaft, sagter; die Erziehung eines jeden Volks fangt elemcn-tarisch mit dem Essen an. Wo dieses noch nichtmit Ordnung, Reinlichkeit und Geschmack geschie-het, da ist die Cultur noch nicht beym Anfange.Dieser Taselgenuß, der in einer Handelstadk, wo manauf innere Güte achtet, zuerst den guten Grad derVollkommenheit erreicht, hilft bilden. Unsre Töch-ter, unter der Anführung ihrer Mütter, mögen alsoimmer die Ehre des Hauses beim hellen Heerdebehaupten wofür die Männer jetzt arbeiten und vordem stritten. Nehmet sie, ehe sie zu den schönenWissenschaften übergeht, in eure Mitte, ihr neunSchwestern, diese keusche Muse mit der reinlichenSchürze, mit der kostenden Zunge und Salz in derverständigen Hand. Sie läßt ihren geistreichernSchwestern gern ihren unbestrittenen Rang."