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Briefe zu Beförderung
„Ist mehr Freiheit im Handel und wenigerFreiheit im Denken dem preußischen Staat ersprieß-lich? Der Handel kann nicht ohne Freiheit, derpreußische Staat aber wohl ohne, großen auswärtigenHandel blühen. Der wahre Handelsvortheil einesLandes ist immer in dem lebhafteren in neren Ver-kehr. Weniger als die Freiheit im Handel leidetdie Ge i stc s fre ih eit Einschränkung zum Bestender preußischen Staaten. Diese StaatSmaschine istganz das Werk der Freiheit des Geistes, die,durch die karge Natur des Bodens aufgefordert,soviel vermochte, daß sie ein Land, welches nur ei-ner geringen Macht fähig zu seyn schien, weit überdas Mittelmäßige erhoben hat, durch Beleuchtungder Grundsätze, die daher desto standhafter befolgetwurden. Die preußische Kriegsmacht ist zur Be-schützung des Landes fürchterlich; aber ohne seine,unabhängig von derselben, frciwirkende Geschäfts-männer würde Friederich selbst dies Werk derRegierungskunst nicht zu der Vollkommenheit ge-bracht haben."
„Ich fühle mich glücklicher, unter einet Regie-rung gebohren zu seyn, welche die bürgerliche Frei-heit weniger einschränkt; glücklicher in einem Lan-de, dessen Natur reicher ist, als daß es nöthig wäre^dem Unterthan die Staatssparbüchse beständig vorzu-halten; Geist und Herz des Bürgers haben hiermehr Spielraum. Aber in der benachbarten Mo-narchie ist es doch nicht Kleinheit in der Staats-kunst, diese Einschränkung, wie eine aus Kenntnißder Sache nothwendige Diät, vorzuschreiben und zubeobachten." Der Verfasser nimmt dabei die preu-ßische