Band 
Adrastea III.
Seite
282
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282 Briefe zu Beförderung

Winke, seine Fehler werden ihn das Wichtigste leh-ren; er wird ihn hochschatz c.n und bedauren.Hochschätzen, daß er sich in so Vieles wohlg«;rüstet, mulhig und glücklich warf; wo es ihmmißlang, sich am Ziel selbst nicht irre machenließ, sondern es auf andern Bahnen suchte. Be-dauren wird er ihn —

Doch wozu die nutzlose Wiederholung? MitLeßing ist das Problem abermals aufgelöset. Gebtdiesem reinen Stahl in dephlogisirter Luft nur EinenFunken, welch Schauspiel einer herrlichen Flammean Glanz und Farbe werdet ihr erblicken bis zumletzten Moment der Erscheinung. Bringt diese helleFlamme dagegen — Der bescheidne Leßing er-wartete von seinem Vaterlande Nichts; das schmerz-lichste aller Gefühle, das Gefühl der Kränkungmäßigte er, selbst wenn man ihn täuschte.„Noch sind mir, sagte er *) in meinem Leben alleBeschäftigungen sehr gleichgültig gewesen: ich habemich nie zu einer gedrungen oder nur erboten; aberauch die geringfügigste nicht von der Hand gewiesen,zu der ich mich aus einer Act von Prädilection er-lesen zu seyn glauben konnte." Seine erste Jugend-rede (1748) handelte von der Gleichheit einesJahrs mit dem andern **); in Ansehungseiner Erwartungen scheint er dieser Jugendphilosophi«Zeitlebens treu geblieben zu seyn. Kurz, das Trau-erspiel Spartakus, das er uns auf der Bühne

*) Leß. Sckir. B. sS.

*') Leben und Nachlaß Th. 2.