Band 
Adrastea III.
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300
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Briefe zu Beförderung

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S8.

Aber warum müssen Völker auf Völker wirken,rim einander die Ruhe zu stören? Man sagt, derfortgehend-wachsenden Cultur wegen; wie gar et-was anders sagt das Buch der Geschichte!

Hatten jene Berg- und Steppenvvlker«us Nord - Asien ; die ewigen Beunruhiget der Welt,es je zur Absicht, oder waren sie je im Stande,Cultur zu verbreiten? Machten die Caldäer nichteinem großen Theil an der alten Herrlichkeit desVorder - Asiens eben ein Ende? Attila, so vieleVölker, die ihm vorgingen und nachfolgten, wolltensie die Fortbildung des Menschengeschlechts befördern?Haben sie sie befördert?

Ja die Phönicier, die Karthager mitihren gerühmten Colonicn, die Griechen selbstmit ihren Pflanzstädten, die Römer mit ihrenEroberungen, hatten sie diesen Zweck? Und wennsich durch das Reiben der Völker an einander hieretwa diese Kunst, dort jene Bequemlichkeit verbrei-tete; leisten diese wohl Ersatz für die Uebel, diedas Drängen der Nationen auf einander dem Sie-genden und dem Besiegten gaben? Wer vermagdas Elend zu schildern, das die Griechischen undRömischen Eroberungen dem Erdkreise, den sie um-faßten, mittelbar und unmittelbar brachten? *)

*) Die französische Schrift (des ttsiev äe Osisrelluxj«le In sielicits pusiligue ou Lvrisläeration»