Band 
Adrastea III.
Seite
306
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3o6 Bei efe zu Be fö rd eru ng

Barmherzig schon sein Freund gelabt.

Ich füllete den Kürbis. — „Ach!

Ries jenes Aechzen wieder, Gift

Darein thun, Gift! du weißer Mann!

Ich kann nicht sterben."

Zitternd reicht'

Ich ihm den Waffertrank: „Wie lang'

O Unglücksel'ger, bist du hier?"

„Zwei Tage; und nicht sterben! Ach,„Die Böget! Wespen! Schmerz! ,v Weh!"

Ich eilte fort und fand das HausDes Herrn im Tanz, in Heller Lust.

Und als ich nach dem AechzendenBehutsam fragte, höret' ichDaß man dem Jünglinge die BrautVerführen wollen; und wie Er,

Das nicht ertragend, sich gerächt.

Dafür dann büße nun sein StolzDie Keckheit und den Uebermuth.

„Und der Verführer?" fragt ich.

— „Trinkt

„Dort an der Tafel,"

Schaudernd floh

Ich aus dem Saal zum Sterbenden.Er war gestorben. — Hatte dich,Unglücklicher» mein Trank zum TodeGestärket, o so gab ich dirDas reichste süßeste Geschenk.

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