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Historischer Schauplatz in welchem die merkwürdigsten Brücken aus allen Theilen der Welt, insonderheit aber die in den vollkommensten Stand versetzte Dresdner Elb-Brücke, in saubern Prospecten, Münzen und andern Kupferstichen, vorgestellet und beschrieben werden / durch brauchbare Anmwerkungen und besondere Urkunden erläutert, auch mit nöthigen Registern versehen von Carl Christian Schramm
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75
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Vsn denen Brücken überhaupt. 75

liche Nachahmung zu beweisen vermögend gewesen. Nicht nur in dem alten Romward der so genannte Neroms Graben ^ verschwenderischer Weise, von dem See^verno an bis nach OK 12 geführet, sondern die Dhnweit 83)3 gelegene NeronischekisLML s schiene, wegen der grossen Kunst, das Wasser von 83)3 bis an den See ^.ver-num über die höhesten Gewölbe und Schwibbogen zu führen, unschätzbar. Inder Egyptischen Hauptstadt L 3 iro oder ^icuir, am Ufer des Flusses Mi, zeigete manebenfalls als etwas sonderbares, daß auf des 838 L Residenz das Wasser über zzosteinerne Schwibbogen aus dem Nil-Strohme geleitet ward; und 2 Meilen von derberühmten Französischen Handels-Sradt in ^nZueäoe, stellet sich auf derweltberühmten Brücke über den Fluß 63 räon,so drey Reihen Bogen übereinanderhat, auf der obersten aus zo Bogen bestehenden Lc 3 §e das Andenken einer antiqvenund in der Historie nicht unbekannten Wasserleitung, deutlich vor Augen aufwelche Maße denn auch zu ^.retteuii, eine kleine Stunde von karis, das Wasserbis nachkonZisl gebracht; und zu M^leillein die vier starke Meilen weit, dasWas-ser nach der Stadt zu geleitet wird. Noch heutiges Tages siehet man zu koWers,(so nach ? 2 ri 8 vor die grösseste Stadt in Frankreich zu halten) ingleichen zu lKon,dißfalls noch viele 8u6ei-3.' Vor allen aber verdienet der vortreffliche ^uTäubkuszu Metz i einer Bischöfflichen Stadt in Lothringen) an der Mosel, hierbeyseine Bewunderung: Woselbst theils durch unterirdische Canale, theils in die Luftgewölbte Bogen das Wasser zusammen gesammlet, und theils zu denen Badern,theils See-Treffen auf eitte solche Art geleitet wird, daß es wunderlich zu sehen,und schwer zu begreifen scheinet, wie die Vernunft eines Menschen dergleichen ha-be ersinnen und ausführen mögen. Mit gleicher Erstaunung betrachtet man diekünstliche Wasserkunst-Brücke zu mittelst welcher das Wasser auf einem

Berr

nales, pr^ceclentibns Ilmiles, con^uekant, L ^la- steigen kan. Derer Räder sind überhaupt 14, da-ciäo cnriu aä ballier gädlgumaciiiam äevenie- von einige allezeit durch vorgezogene Schuß-BreterKant. Die Figur zeiget XI»n-' ^ V 6 on in können eingehalten werden, wenn was daran auözu-Lupxlein. cies ^ntiguiteL lom. III, Lap.X, x>. in. bessern ist: welches, weil die Gewalt des Wassers,2OI, klanclie LXXXII) öc lom. IV, Lgj). V, IN. und heftige Bewegung der ungeheuren Räder, im-io2. ?I. XUV. mer etwas zerreißet, gar oft geschehen muß. Diese

k. Einem zwischen zwey Bergen vortrefflich wohl Xlacdine stehet unter freyem Himmel, bloß in ihrengelegenen, und vom König I. voov1 6 o XIV. bey hölzernen Gerüsten, zwischen welchen kleine Gängeeinem Flecken dieses Nahmens erbaueten tust- mit Handhaben gemacht, daß eine einzelne PersonSchlosse, woselbst der König in Frankreich dann und zwischen denen Rädern weggehen und zu allen kom-wann sich zu divertiren pfleget. Diese vortreffliche men kan. Die darüber bestellet sind, wohnen in ei-Waffer-Machine stehet auf einem Arme der 8aone, nem besondern darneben erbauten Hause. Diewelcher dergestalt gedämmet, daß das Wasser einen Pumpen sind alle gegossen, wie auch die Röhren undFall von 2 Schuhen bekommet, und die Räder trei- Kessel, worinne sich das Wasser sammlet, von Bleybet. Diese Räder haben zo Schuh m viametro, gemacht. Oben auf dem Berge ist ein Thurm auf-und 6 Schub in der Breite: Ihre Achsen haben so gebauek, in welchem die Röhren, so das Wasser hinauflange Aapfcri, daß sie über das Lager vorgehen, und zu bringen, noch höher steigen, und auf einenbeyden Seiten zwey Handwinden formiren, davon Kum, der auf g6 Bogen stehet, und bis auf dieeine mit ihrer Bewegung beym Umlaufen ein Pump- Oberpforte von XIarly gehet, ausschütten. Manwerk stößet, so unten im Wasser stehet; die andere rechnet in allen 62 Klaftern oder loo Fuß, da dasziehet einen bori-omal-liegenden Balken hin und Wasser in die Höhe getrieben wird, zu solchem Endeher, an welchem lauter eiserne Stangen mit Gewer- Z Druckwerke über einander sind, und wenn es ansben verknüpfet sind, so in ihren Gestellen bis auf die Ende dieses XguTäuäks kommt, fället es wieder hin-Helfte des Berges reichen, allwo ein Haus stehet, dar- unter durch eine grosse Röhre, welche alsbald in 2inne wieder ein ander Pumpwerk, welches von ißt- Arme getheilet wird, davon der eine sich in das grossebesagten eisernen Stäben gezogen wird, und dem Behältniß vor XIarl/ ausgiesset, aus welchen alsoWasser, das durch die untersten Pompen im Flusse das Wasser in den dabey befindlichen mehr als Kö-bis hieher getrieben worden, einen neuen Druck gie- niglichen Lust-Garten geleitet, der andere Arm aberbet,* daß es vollends bis auf die Höhe des Berges in Röhren bis nahe vor Versailles fortgeführet wird,

K 2 allwo