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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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Der Metzger Legendre aber sprach den König fol-gendermaßen an:

„Mein Herr —"

Und als Ludwig XVI. über diese ungewohnte Anredestutzte, fuhr Legendre fort:

„Ja mein Herr, hören Sie uns an, Sie sind dafür„da, uns anzuhören, Sie sind ein Verräther, Sie haben„uns immer getäuscht, Sie täuschen uns noch, aber„nehmen Sie sich wohl in Acht, das Maaß ist voll, das„Volk ist es müde, Ihr Spielball zu sein."

Nach dieser Anrede verlas Legendre eine von Ankla-gen, Drohungen und Lügen strotzende Petition.

Der König erwiederte gefaßt:

„Ich werde thun, was die Verfassung und die Gesetze„erheischen."

Diese würdige Antwort rief neues Geschrei hervor:„Herunter mit dem König, wir verlangen die Wieder-einsetzung der Minister, das Gesetz gegen die Priester,„das Gesetz über das Lager, zum Teufel das Veto."

Einer, der eine rothe Mütze auf einem Stocke trug,senkte diesen gegen den König, um ihm die Mützezu präsentiren, worauf der Polizeibeamte Mouchet dieMütze dem König überreichte, der sie aufsetzte.

Bei diesem Anblick klatschte die Menge Beifall, Einigeriefen sogar: „Es lebe der König."

Darauf überbrachte eine Frau, durch den Munizipa-litätsbeamten Mouchet aufgefordert, dem König ein mitBlumen umwundenes und mit einer Cocarde geschmücktesSchwert. Der König ergriff dasselbe und schwang esunter dem Ruf „Es lebe die Nation," wiederholt ver-sichernd, daß er das Glück des Volkes wolle und der