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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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Mitte wähle, Lafayette dagegen lud ihn ein, sich in seinLager zurückzuziehen. Ludwig XVI. konnte aber zu kei-nem Entschluß gelangen und ging weder aus das einenoch auf das andere Anerbieten ein.

Die Girondisten hatten bereits mehrere Dekrete durch-gesetzt, welche das Mißtrauen der Nationalversammlungin die gegenwärtigen Minister bezeugte, als am 23. JuliChoudieu eine mit vielen Unterschriften versehene Pe-tition vor die Versammlung brachte, welche also lautete:

„Ludwig'XVI. hat die Nation verrathen, das Gesetz„und seinen Eid verletzt; das Volk ist souverain, ihr„seid seine Repräsentanten; sprechet seine Absetzung aus,„und Frankreich ist gerettet."

Allein die Girondisten, in der Hoffnung, bald selbstwieder in's Ministerium zu treten, widersetzten sich derbeantragten sofortigen Absetzung und wünschten, daß nocheine Adresse an den König erlassen werde, um ihn zubestimmen, sich von der Emigration zu trennen und ver-eint mit der Nation zu gehen.

Die untern Volksschichten der Vorstädte aber konntendas Zögern der Nationalversammlung nicht begreifen,und ihre Führer besorgten, daß, wenn der gegenwärtigeAugenblick unbenützt vorübergehe, man die Hülfe derFöderirten im entscheidenden Augenblick entbehren werde.

In der Absicht, diejenigen bei der Hand zu haben,derer man sicher war, wurde beschlossen, den Föderirtenam 26. Juli auf dem Bastilleplatz ein Bankett zugeben. Am Abend dieses Tages aber wurde zwischenden Führern Santerre, Lazousky, Fournier und Wester-maun der Plan eines Angriffs auf die Tuilerienentworfen.