_ Der andre Diseure/ _
men ergieße. Dessen fruchtbare Empfängniß-Mutter ist die Erde/ fy all-
bereit / gleichsam mit einer Frucht aller ElemeMen zugerichtet / und ge-schwängert : damit sie alle Mineralien/ alle Gewächse/ und Thiere/könnek«) Herfürbringen. (-») Da haben nun die Herren meine eigentliche Mei-vül.in- nung/ von der allgemeinen Welt-Natur / welche mir unser Herr Gsld-«er-ri,,. stern zuvor nicht wolle zugeben; sondern behaupten/es wäre entwederI' Har keine Welt-Natur/ oder es wäre allein eine beyständige Form/ neni-
p. lich das ewige Wort werde! Welches ich dennoch deßwegen auch nichtrri.s-q. ausfthlieste.
Goldstern. Ich bin nicht in Abrede / daß eine solche Kraffl undJnfluen^in dem Gestirn wohne: will der Herr sokche/für die Natur allerDinge/ sur die Natur der sichtbaren Welt/ halten z werde ichs ihm nichtverdrucken- wenn er mir nur keine allgemeine bewesende Form darausmacht. Sonst halte ichs/in diesem Stucke/was die Form belangt / mitdenPeripateticis; daß nemlich die Form eines so vielfältigen Körpers/wie die Welt ist/ in der vereinigten Ordnung / und Harmoni/ bestehe.
Adlerhaupr. Solches taste ich/ in gewissem Verstande/gleichfalls«nwiederredt. Denn/ ob schon die Welt ein Elches unermeßliches undherrliches Gebäu/ dazu das Winckelmaß unseres menschlichen Verstan-des viel zu gering: ist eS doch so ordentlich / so zierlich und geschickmaffigeingerichtet/und führen alle Welt-Kugeln eine so treffliche Proportiongegeneinander/daß kein Leib/ ja kein Staublein/ in demselben/ so schlechtund klein/ welches nicht/ mit einer vollkommenen Vereinigung/und Har-moni/sein Absehen/ auf das gantze Welt-Gebäu hätte; gleichwie hinwie-derum/ mit ebenmäßigem Geschick /das Allgemeine sich / zu jedwedem be-sonderen/ fügt/ und bequemt.
Aber eins wundert mich: warum wir / nach der Welt Form allein;nicht aber nach ihrer Materi / fragen ?
winrerstbUd. Ich halte dafür / was ihrer unterschiedlichen Kör-per Materi ist/ das sey auch ihre Materi.
Goldstern. Ich spure wol/wo der Herr hinaus denckt. Er willvorbauen / daß der Herr Adlerhaupr deß ersten allgemeinen UrstoffS/darüber wir uns zuvor nicht vergleichen kunnten/ nicht gedencken solle.DieMatm Zwar/was dieAffter-Materi belangt; so lege ich mich stinen Wortender Welt. nicht zuwider«/ daß dieselbe auch zugleich die Materi der Welt sey: Aberdanebenst erkenne ich gleichwol noch eine allgemeine Materi; ob mir schonunverborgen / daß mir deß Aristoteles seine Leibeigene hoch verdrucken«erden/daß ich/mit derselben / den Mond überschreite. Ich fühle michsehr geneigt/ zu dem Urtheil der jenrgen / die da wollen/ daß dievierEle-^ «lerne«