von d«k Welk/ lMd Lttchek.
menten so wol dem Himmel/als der Erden/ ob gleich in emerweir andren
Mixtur/seinen Zeug bessern; und gar keinen Zweiffel bey mir / daß dishimmlische Körper gemifchet seyn. Denn es ist nicht vermutlich / daßGOtt der HEn/aus einerley ChaotischenMassa/will sagen/ aus demersten verworrenen Klmnpcn/ eine Materi deß Himmels hcrfürgezogen/die von der elementarischen wesentlich unterschieden sey. Sintemal dergrosse GOtt eben hierum die Herrlichkeit seiner Macht erweisen wolle«/daß er/ aus besagter einiger Massa / eine so unzchlbare Menge manchfal,liger Dinge herfürgebrächt/ durch einerley Meisterstück die Ober-undUnter-Elementen m Eins solcher Gestalt verbunden / daß kein einigerWelt-Körper derselben ermangelt. Daher befindt sichs/ daßdieLusst/
Wasser/ Feuer/ und Erde / in allen Sachen begriffen stynd; wie uns dieerfahrnesten Schmeltz-Künstler klärlich solches beweisen. Warum schüt-telt der HerrWinrerstchild den Kopff?
wincerscblld. Weil der Herr sich unterstehet / den Körper deßHimmels für elementarisch ausjugeben- Aber ich will ihn jetzt nicht irremachen; sondern lieber/ daß er seine Rede fortsetze.
Goldstern. Wenn uns die Erfahrung beweiset/ daß in dem Was-ser/ und irdischen Körpern/ ein Gentisch der Elementen stecke; wenn wir/in der Lufft/klare Liecht-Funcken befinden; wie können wir denn dieselbeMixtur den Himmels-Körpern absprechen? Aristoteles steige / mit denAdlern/ in die Wette/ und bis an die Wslcken: so schwinget sich doch dirErfahrung/ in vielen Sachen/ noch sehr weit über ihm.
Forell. Wie kan aber der Herr Goldstern hierin» einiger Erfah-rung gewisser/als dem Aristoteles/trauen; so doch unser keiner/ mit demElia/ den feurigen Wagen bestiegen / und gen Himmel gefahren / daß erwissen möchte um die recht eigentliche Beschaffenheit desselben? Demungehorsamen Könige Scdekia gab GQtt/ durch den Propheten E;e-chiel/ein Räthsel / daß er würde gen Babel kommen / und doch Babelnicht sehen, s») Von den Stern-Gelehrten und Naturalisten / könnte r-)Ej«ch:man solches umkehren/ und sagen/ daß sie das himmlische Firmament / zu rr. v. - r.welchem der Weg unvergleichlich höher und weiter hinauf gehet/wederJerusalem von Babylon entlegen war/ sehen/ und doch dahin nicht kom-men : indem sie so keck und ungezweiffelt von dessen Eigenschafften schrei,ben/als ob sie droben gewesen/von den Engeln umhergeführt waren/undwie man in grossen Städten fürnehmen Peregrinanten zu thun pflegt/ih«nen dieselbe alles gantz genau ge;eiget hätten: da man sie doch nicht unfüg,sich / mir dem Socrate/ fragen könnte: wie lang isiS/ ihr Herrendaß ihrvom Himmel hernider gekommen seyd?
G ij Gold-