7^ Der drieco Discnrs / darin» behaa pree wird/_
nach) nur eine eimge Wett nothwendig seyn müsse ? Dawider richtetsich der Herr / mit solchen Erweisungen/ die nicht eben aus der Ver.nunfft / sondern aus Göttlicher Allmackus - Offenbarung / genom-men. Daß die Welt aus Nichts erschaffen sey / solchen Bericht er-theilt uns nicht die blosse Vernunfft / sondern das Buch göttlicher Offen-barung- Ob aber / aus der erschaffenen Welt - Materi mehr/denn eineWett / hette können geschaffen werden? davon schreibt die Feder deß H.Geistes nichts ausdrückliches. Demnach so wird diese letzte Frage billig/für den Richter-Stuhl der gestrnden Vernunfft/ gesteüetr da wir denAusspruch hören / uird gelten lassen müssen / daß / was aus einerley Ma-teri erschaffen/jolches zwar unterschiedlich genaturirt seyn könne/doch aberalles miteinander sich / zu einem allgemeinem Gestiffre /müsse veremigen/und nicht zu vielen allgemeinen Wercken. Was nun der Herr diesementgegen gesetzt / daß die göttliche Kraffr eben so leicht /ja noch wolleich-ter / aus dieser Materi / habe viel Welten / als nur eine / können bauen:das springt über die Grentzen derVenurnfft/und also auch der angestelle-ten Frage: angemerckt/ nicht gefragt wird/ was der Höchste / nach seinerAllmacht/thun könne; sondern was/nach dem Maß unserer Vernunfft/die ein kleines Fünckleiu der Sonnen göttlicher Weisheit und Erleuch-tung ist/ die Bewandniß der Materi/ natur- und ordentlicher Weise / zu-Vnserm H. gebe. Dem jenigen / der alles vermag / ist keines leichter / denn das an-Gott >st das dre; sondern das allergrösseste Kunststück so leicht/ als das kieineste z ttzAWc Sonne so leicht zu machen gewesen / als wie das allergeringste Heerd-machen wie Füncklein: und kan Er auch eben ß> leicht etwas überschwenglich thun/vasKlrine. über alle Natur/als nach dem ordentlichem Lauffeder Natur DerHerrßr. darffnicht sorgen / als ob die göttliche Allmacht / bey mir / in so schlechtemConcept/und Wahn der Unvermöglichkeit/stehe/wie beymGaleno:welcher fürgibt /GOtt könne Nichtes machen/ ohn allein in einer füglich-bisponirten Materi.
Ealeni Scbönwald. Wo sagt doch Galenus solches?
Irrthum/ Adlerhaupr. In seinen Büchern von dem Gebrauch und Nutzen
Wür. der Theile: da er / nach Betrachtung / wie die Härlein an den Augbrau-
ekungs. nen stets in gleicher Grösse beharren / und nicht langer wachsen / wie das
KrafftGot. Haupt-Haar/ oder der Bart/ endlich fraget/ob derBauherr unserestts. Leibes ihnen eine solche gleichmässige Grösse verordnet habe / und sie/ausRespect und Ekrfurcht gegen dem Gebot Gottes / diese ihnen anbefohleneWelse beobachten ?Hiezu zeuchter erstlich Mosis und Epicun/zweenersehr ungleicher Lekrer/ibre Sätze herbch;und bekennet/ daß Moses zwaralso / von der Natur / schreibe / auch eine wahrscheinlichere Meinung füh-