I4 Der vteevre Dweurs/ von der Egypter/Syrer/
Weildiealte tieff- gelehrte Egypter vermittelst ihrer nachtonigenSpeculirung/gewahr wurden / daß nichts in der Welt ru findest/wel,ches nicht in jedwedem Stück der Wett auf gewisse Maß und Weise dergriffen / und also alles in allen wäre: so richteten sie viel Welten; fürnem-Vierrrltv lichaber vier grosse Welten/ und hernach unzehlich viel kleine dazu/ welcheWelten ver aber alle sämtlich den vier grossen angehörig/ wie Glieder und Theile.Esvptcr. Darum wenn wir vernemen/daß die Egypter viel Wetten gesetzt; müßenwir uns nicht einbilden / als ob solche Vielheit der Welten /von gairtz völli-genWelten zu verstehen sey/die ausser demUmbegriffderWelt/in dem ein,gebildtem unendlichemRaum/erschaffen «ärenDenn es werden nurTheil-Wetten/oder Theile der Welt/ damit gemeint.
Unter den vier Haupt-Welten/ ist die Ur, welk / oder das ur-ständige Welt-Muster/die erste. Wirdfonst auchdie Inrellecrual-wett/ oder die welk im Geist und im Verstände ; ungleichen dieWett der Ursachen aller Ursachen genennt: sintemal sie die Fülle ist al-ler Gestatten / oder Muster (denn ich nehme hie das Wort Gestatt nichtpro specie für eine Gattung; sondern für einen Abriß/ oder Entwurfs.)die Die Platonici nenrren es läe-rm, das ist ein ewiges Exemplar /oderAdeMche Muster aller Dinge / so / der Natur nach/ geschehen oder werden?Welt ßs. wtt Tenocrates urch Alcinous die Jdeam beschreiben. Wird demnachdie identische oderurbildiiche Welt ein Muster genannt/in so weit, alsman sie der sinn-oder sichtbarlichenWett entgegen setzt: die verstandst,che Wett aber/ oder wett im Verstände/ und allgemeiner welr-Verstand / so weit / als sie ausden göttlichen Verstarb gezogen wird.
Diesem nach ist drß die urbildliche Welt / so in dem höchsten und er-sten untheilbarem oder unmittheilhaffrem Verstände leuchtet/und/wiees Plato giebt / ein in der Verständlichen Welt herrschendes Ur-Bild deßGuten.Und ob zwar solche Urbilder/ oder Muster umehlbar; sind sie doch/in dem Göttlichem Verstände/ von demselben/ rvürck-nnd wesentlich nicht
unterschieden; aber dennoch/unter sich selbsien;akso daßeincs nicht kan fürdas andre/noch für rmerley/gehatten werden; aks/MM Exempel/das Mu-ster eines Rttnschen täst sich nicht/ vvn einem Aferde/nehmen. Es befindensich auch alle diese Ur - Bilder / alle diese urstandige Muster /in Gott demHerrn/nicht/wieeinAcrident in seinemSudjecl oder Grund-Satze;noch wie die Formen / in andren Formen: sondern ftynd das aller einfach-ste Wesen deß Göttlichen Verstandes selbst/in soweit nemlich/ais dasWeftn solches göttlichen Verstandes alles/ was man mir Gedanckm be-greiffen kan /repr«sentirt/und alle Dinge / als wie die göttliche exempla-rische / ja auch anöwirckende und Ende - bestelle Urfach / in sich beschleust.
Die