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Das Kirchengut erlitt große Einbuße dadurch, daß eineReihe von Vergabungen zurückgezogen wurde, wovon wir bereitsein Beispiel erwähnten. Unter den Rückerstattungen finden wir außerGeld und Naturalabgaben auch 7 Kelche und andere Zieraten;ferner Meßgewänder, Grundstücke und Häuser. Das übrig-gebliebene Kirchengut wurde einer Revision unterzogen und einneuer Rodel darüber angelegt, der noch vorhanden ist. Da dieErträgnisse nicht mehr zur Besoldung des Geistlichen ausreichten,gab die Berner Regierung aus dem Gute des aufgehobenenKlosters Königsfelden jährlich 40 Gulden an dieselbe.
Bald nach der Durchführung der Reformation kamen dieBrugger in den Fall, mit Leib und Gut gegen die Religion zukämpfen, von der sie sich so schwer losgesagt hatten. Zunächstzog ihr Fähnchen mit 30 Mann nach Jnterlaken, um den dortigenAufstand niederwerfen zu helfen; unter diesem Fähnchen zogenauch die Zuzüger aus Schenkenberg und dem Eigenamt, da sieseit alter Zeit dem Brugger Banner zugetheilt waren. Sielagen 3l Tage im Feld. Im Brachmonat des Jahres 1529stellten die Brugger, beim ersten Kappeler Kriege, wieder 30Mann ins Feld; sie lagen mit den Bernern im untern Freien-amt. Unter den Kosten, welche die Stadt für diesen Auszug hatte,findet sich auch dieser Posten: „Den Hauptleuten der Berner inLenzburg ein Faß Elsässer Wein und ein Wagen Brot, kostet19 Gulden."
Auf „den stillen Freitag" 1531 zogen die „Herren vonBern" mit 1500 Mann den Bundesgenossen in Rhätien zu, umden Herrn von „Müß" bekriegen zu helfen. Die Brugger hattenbei diesem Zuge 8 Mann, ebenso viele die Eigenämter, unterdem Hauptmann Hans Zimmermann.
Im zweiten Kappeler Krieg, Oktober 1531, hatten dieBrugger 50 Mann im Felde, unter dem Schultheißen MartinZulauf; Fähndrich war der Junker Andreas Effinger. Sielagen sechs Wochen im Feld; der „Reyßzug" mit Roß, Wagen,„Profand", und alle Dinge wohl belohnt, kostete 604 Pfund