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schaft herab zu einer „Begleiterscheinung anscheinendgeglückter Forschungen“ (Duhm). Eine letzte Wahrheitgiebt es nicht, „ein ~oü attö werden wir niemals finden“ 1 .
2. Die Zurückweisung des Skepticismus in seinerallgemeinsten Form ist nicht schwer 2 . Da die Unter-scheidung von Wahrheit und Irrtum selbst erst vermittelstdes Denkens vollzogen wird, so ist die Frage, ob diesesüberhaupt geeignet sei, Wahrheit zu erforschen, unge-reimt. Der Zweifel daran müsste ja selbst wieder be-zweifelt werden und so fort in’s Unendliche. Die skep-tische Theorie widerlegt sich also durch ihre eigene Exi-stenz.
Weit schwieriger scheint es auf den ersten Blick demP h ä n o m e n a 1 i s m u s zu entgehen, der zwar angeb-lich eine Wahrheit bestehen lassen, aber die erkennbareWirklichkeit auf „Erscheinungen“ beschränken will. Ertritt in doppelter Gestalt auf: als subjectiver Idealismusleugnet er transpsychische Realitäten gänzlich, als Trans-cendentalismus statuiert er eine Welt unerkennbarer„Dinge an sich“. Die erste Form zählt heute unter demNamen „immanente Philosophie“ zahlreiche Ver-treter, unter denen namentlich SCHUPPE 3 zu erwähnenist. Schon darüber lässt sich streiten, ob die Selbstbe-zeichnung dieser neuen Richtung glücklich gewählt sei.
1 Ziehen", Psychophysiologische Erkenntnistheorie, 1898, S. 1.
2 Ygl. Lotze, Logik, B. III. K. 1 „Vom Skepticismus“.
3 Ygl. Erkenntnistheoretische Logik 1878. Grundriss der Er-kenntnistheorie und Logik 1894. Verwandte Anschauungen findensich hei von Schubeet-Soedebn u. A. Auch Ziehen ist hierherzu rechnen; giebt er doch schon äusserlich — durch die miss-bräuchliche Verwendung des Wortes „Empfindung“ — seine Zuge-hörigkeit zu dieser Richtung kund.