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hätte erheben sollen, geschweige, wie er sie zu verwirk-lichen vermocht hätte, das ist nicht recht begreiflich.Dazu kommt, dass die Fälle, wo eine solche Voraussagein der That gelingt, nicht eben häufig sind 1 und dassdie Forschung stets des Experimentes zur Bestätigungihrer auf theoretischem Wege gefundenen Ergebnisse be-darf. So läge denn gar kein Anlass vor, sich nicht beider thatsächlichen regelmässigen Verknüpfung zweier Er-eignisse zu beruhigen. Damit würde freilich das logischeDenken durch die Vorstellungsassociation ersetzt.
Unverkennbar strebt nun die immanente Philosophiediesem Endresultate zu. Das kündigt sich, so befremd-lich es zunächst klingen mag, gerade darin an, dassdie Vertreter dieser Richtung genötigt sind, einem weitüber Kant hinausgehenden Apriorismus Raum zu geben 2 .Nicht nur das „Gattungsich“ ist ja a priori, denn esmuss zu jeder einzelnen Erfahrung notwendig hinzuge-dacht werden und ist die Bedingung aller Erkenntnis,auch die Ordnung des Bewusstseinsinhaltes erfolgt nichtetwa nur unter apriorische Kategorien, sondern die all-gemeinen Bestimmungen des Gegebenen werden nachSchuppe und Ziehen mit dem Gegenstände zugleich wahr-genommen 3 ; eine Thatsache, die übrigens nicht aus-schliesst, dass der Begriff des a priori zuweilen lebhaftbekämpft wird 4 .
Zuletzt fällt Denken und Sein überhaupt zusammen.
1 Ein Beispiel ist Le Verriers Voraussage der Neptunsent-deckung. Vgl. Wundt, Logik 2 I, 1893 S. 457.
2 Vgl. Wundt , Ueber naiven u. krit. Realismus I, Ph. St. XII,S. 375 ff.
3 Ziehen, a. a. 0. S. 54 u. 57. Vgl. Wundt, a. a. 0. S. 376 f.
4 Ziehen, a. a. 0. S. 105.