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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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XIV
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wurden zwei Züge der 1. Compagnie (Premierlieutenant v. Haeften;der 3. Zug war Geschützbedeckung). westlich davon in einem Gartenebenso viele Mannschaften der 4. Compagnie (PremierlieutenantMünchen) als Schützen hinter Mauern logiert.

Jener Ausgang und eine offene Stelle zwischen beiden Com-pagnieen wurden verbarrikadiert. Einen Zug der 3. Compagnie(Premierlieutenant v. Neröe) placierte ich in einen Schützengraben,welcher auf dem sich anschließenden Stücke freien Feldes hergerich-tet war. Die beiden anderen Züge ließ ich die folgende ReiheHäuser, welche diese Seite des Ortes beschließen und den nördlichdavon belegenen, die ganze Westseite beherrschenden, ummauertenKirchhof besetzen, von dem aus auch der Zugang zu den Parallel-straßen zu bestreichen ist, welche zwischen jenen Häusern und demKirchhofe und nördlich von diesem aus der Stadt führen. Hierim Norden, wo sich die Wege nach Egry und Batilly teilen,wurde der 3. Zug der 4. Compagnie aufgestellt. Die südlich vomKirchhof laufende Straße war die einzige Kommunikation für meinePositionen. Sie geht der Ortlisiere entlang und mündet am OrmerAusgange.

Überall hatten wir uns verteidigungsmäßig eingerichtet, Mauernabgetragen, Schießscharten eingeschnitten, Banketts hergerichtet. DerAnmarsch des Feindes geschah mit großer Schnelligkeit, doch lagenunsere Leute schon im Anschlage, als, wie man vom Kirchhofe mel-dete, seine Kolonnen, die anfangs nur in der Front erschienenwaren, auch aus dem Gehölze traten, welches Beaune im Westennach Batilly zu umgiebt, wo zurückgebogen der rechte Flügel un-serer Vorposten gestanden hatte. Auf meine Bitte um Verstärkungschickte Herr Oberstlieutenant Sannow dem Bataillon die 6. Com-pagnie (Hauptmann Mitschke), später noch Teile der 12. Com-pagnie (Hauptmann Ohly) zu, die für die ausgeschwärmte 1. Com-pagnie und die in ihrem Reviere befindlichen Barrikaden zu Soutiensgenommen wurden. Die 2. Compagnie (Premierlieutenant Mentz),welche diesen Dienst bisher versehen hatte, wurde von mir wiederals Soutien an den gerade bedrohten westlichen Ausgang gezogen.

Zwei Compagnieen des 57. Regiments, welche von Vorpostenkamen, wurden von mir festgehalten: die Compagnie des Haupt-manns Feige in und um den Kirchhof, in die Häuser gegenüber