XVI
Versprengten wurde ein neues Soutien gebildet, da nach einerMeldung des Lieutenants v. Neröe auf dem Kirchhofe eine neueVerstärkung nötig war, wozu die 2. Compagnie kam.
Trotz immer neuer ins Gefecht geführter Bataillone, trotz immerheftigerer Vorstöße konnte der Feind nichts an Terrain gewinnen.
Auf der Südseite avancierten die Franzosen bis auf 100 Schrittgegen die Position gegenüber dem Kirchhofe und wurden nieder-geschossen. Aber es dunkelte, bevor uns die Befreiungsstunde mitdem Erscheinen des III. Corps schlug, welches den Feind zumRückzüge nötigte, indem es ihn in Flanke und Rücken nahm. So-bald wir die braven Brandenburger wahrnahmen, ließ ich ihnen,schon um unsere eigenen Leute bei Stimmung zu erhalten, lebhafteHochs bringen.
Der Feind machte noch einen lebhaften Vorstoß. Eine seinerCompagnieen drang von der Ormer Windmühle durch einen Grundbis an den Fuß der Barrikade vor, wo die Schützen der 1. Com-pagnie unter Lieutenant Haack sie verschwinden machten.
Verluste des Bataillons: tot 4 Mann, verwundet 23 Mann,dazu die Verluste der Attachierten.
Ich kehrte im Waffenstillstände zu meinem Regimente nachFrankreich zurück. Am 3. Mai, aus dem Rückmarsch in Veuxaulles,sah ich mich veranlaßt, Nachstehendes zur Sprache zu bringen.
Der Lieutenant Lancelle 57. Infanterieregiments, welcher inder Schlacht bei Beaune unter meinem Befehle stand und hierbeiGelegenheit fand, sich, wie ich wiederholt ausführen durfte, auszu-zeichnen, hat mir vor kurzem von dem bezüglichen Gefechts-bericht Kenntnis gegeben, welchen er auf Veranlas-sung seiner Vorgesetzten diesen hat einreichen müssen.Diescr Bericht enthält Unrichtigkeiten, die ich, da sie mich und dasBataillon, welches ich führe, berühren, verpflichtet halte, aufzudecken,zumal ich annehmen darf, daß der Inhalt des Berichts auch zurKenntnis der höheren Vorgesetzten kommen wird.
Nach dem Lancelleschen Bericht „beschloß der Hauptmann Feige,sich nicht zum Regimentsrendezvous hinter Beaune zu begeben,sondern die Lücke der Besetzung von Beaune auszufüllen und beider Verteidigung sich zu beteiligen." Der wirkliche Hergang waraber folgender. Nachdem ich mich davon überzeugt hatte, daß kein