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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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die anliegenden Gehöfte an. Schon rückte der Feind an; schonschlugen Gewehrkugeln ein; ich befahl die schleunige Einrichtungder Gehöfte zur Verteidigung. Als wir noch an der Ausführungder Arbeit waren, traf der Hauptmann v. Natzmer ein. Derselbeteilte mir mit, daß er mit dem Bataillon diesen Teil zu vertei-digen habe und daß er sich freue, daß wir gekommen und uns ent-schlossen, mit ihm thätig einzugreifen."

Als ich Lancette in Courban auf die Unrichtigkeiten, welchediese Darstellung enthält, aufmerksam machte, gab er sie mir zuund bedauerte, den Bericht, weil er schon weiter gegeben, nichtmehr ändern zu können.

Hierauf richtete ich an unsern damals noch gemeinschaftlichenBrigadecommandeur, General v. Wedell, unter dessen Befehlen wirauch in der Schlacht gestanden haben, durch meinen Commandeur,Oberstlieutenant Sannow, den (oben mitgeteilten) Bericht:

<l. ä. Veuxaulles, 3. Mai 1871 und wurde am 10. wie folgtbeschieden.

Mir liegt der Bericht des Lieutenants Lancelle auch nichtmehr vor. Keinenfalls wurden durch die qu. Differenzen die vonden Regimentern und der Brigade eingereichten Dienstberichte tan-giert und ist daher eine Weiterreichung nicht angezeigt. Die Kriegs-geschichte muß sich nun einmal in den Details eine Grenze sehen.

Die Hauptsache ist, es geschah dort, was richtig und nötig warund daß Hauptmann v. Natzmer davon den wesentlichsten Anteilals Kommandierender hatte, wurde mir schon damals gleich be-kannt und war allerseits anerkannt."

Ich bin durch den Bescheid mehr als beruhigt worden.

Wenn aber nun jene Details sogar in die Öffentlichkeit treten,sehe ich mich gezwungen, dagegen wieder in der vorschriftsmäßigenWeise, wie folgt, aufzutreten.

Feige :c. ist einem von mir an ihn gerichteten Befehl zufolgein Beaune geblieben.

Der Hergang unserer Begegnung war folgender.

Nachdem ich mich durch eine bezügliche Frage davon überzeugthatte, daß für Feige kein Befehl vorlag, der ihm eine anderweitigeVerwendung gegen den Feind sicherte, hielt ich ihn, als er ebenmit seinen Leuten in der südlich vom Kirchhof laufenden Straße,