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ablöste, fand ich Feves zunächst die Feldwache Nr. I, welche dienötige Verbindung mit dem diesem Flügel benachbarten Corpshatte. Sie hatte ein Pikett in dem dahinter liegenden GehöftKalembourg.
„Die Feldwache II, welche in einem Wäldchen untergebrachtwar, stand in Verbindung mit den Jägern in Bellevue, sie hatteauch ein Pikett.
„Die Posten dieser Feldwache standen 400 Schritt nördlichvon dem durch die Franzosen besetzten Bois de Woyppy; siehatten einen detachierten Unterosfiziersposten hinter sich.
„Agathe war von der Jägerfeldwache (III) durch einen Unter-osfiziersposten besetzt.
„Hinter der Mitte unserer Vorposten befand sich ein Zug Ka-vallerie.
„Die Franzosen hatten sich auf freiem Felde zu sechs Mannin Erdlöcher eingegraben.
„Das Feuer auf weitere Entfernung erwidern zu können, warenauf unseren Wachen für bessere Schützen einige Chassepots zur Ver-fügung gestellt.
„Ich schlug mein Hauptquartier in Semscourt bei Sannow auf.
„Von 6 Uhr früh bis nachmittags 5 Uhr war ich kaum einehalbe Stunde außer dem Sattel. Ich orientierte mich aber auchbei dem Ausstellen der Vorposten gründlich.
„Um 6 Uhr revidierte ich dieselben und traf einige Änderungen.In der Dunkelheit stürzte ich mit dem Pferde, so daß es mir aufden Fuß fiel, ohne mir aber einen Schaden zu thun.
„In Bellevue traf ich einen Hauptmann v. Wildemann, mitdem ich im 49. Regimente zusammen gewesen war. Damals hattenwir uns nicht verstanden, jetzt war es anders und stärkte er michmit Wein und Brot. Von seinem vordersten Posten, den er inAgathe hatte, konnte man, in der Entfernung von 2000 Schritten,die Franzosen sehen, wie sie zur Tränke ritten.
„Um 9 Uhr kehrte ich zurück und soupierte mit Sannow. Inder Nacht wurde ich wiederholt geweckt. Ich wollte mein Haupt-quartier nach Bellevue verlegen, der General v. Wedelt wünschteaber, daß ich in Semscourt bleibe, um die Zirkulation der ein-gehenden Meldungen und Befehle nicht zu verlangsamen.