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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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erhielt, war gerade ein alter Kolbergcr von Dufay bei mir, derSie unter Übermittelung der besten Glückwünsche herzlich grüßenläßt.

Hurrah Metz! Gottlob, daß wir das alte Unkennest end-lich haben und daß Ihr aus der nichtswürdigen Situation bei demHundewetter heraus seid.

Meine scheußliche Wohnung hatte den Vorteil eines sehrgroßen Stalles, der von den durchpassierenden Kameraden 21. und61. Regiments benutzt wird. Heute soll Lengeseld, der auch einBataillon führt und morgen unsere alten Colberger, unter denen sichMuck Petersen (der spätere General) befinden soll, durchpassieren.Ich freue mich sehr darauf und will ihnen, wenn nur ein bißchenleidlich Wetter ist, cntgegenreiten.

Für Ihre durchaus klare Darstellung der Thätigkeit IhresBataillons am 7. den besten Dank, ich kann mir recht vergegen-wärtigen, wie mein alter Freund tawbour dattant mit Hurrahvorgegangen.

Wir sind am 17. von Saargemünde in drei Märschen hier-her marschiert. Ich hatte den Vorteil, stets dem Bataillon atta-chiert zu werden; zweimal war ich in Nancy, einer der schönstenStädte Europas."

Wenige Wochen später schrieb mir der prinzliche Chef:Ber-lin, 29. November 1870. Herzlichen Dank, mein bester Natzmer,für Ihren freundlichen Brief und den interessanten Gefechtsbericht.Ich habe mich sehr gefreut, daß mein braves Regiment sich so aus-gezeichnet geschlagen hat, nur habe ich schmerzlich bedauert, daß esso viele Verluste in diesem Kriege erlitten hat.

Ihren Bericht finde ich sehr gut abgefaßt, und habe ich ver-anlaßt, daß derselbe in die ,Kreuzzeitung' eingerückt worden ist, woSie ihn wohl in der Beilage gefunden haben werden.

Mir geht es, Gott sei Dank, gut.

Es thut mir natürlich sehr leid, daß ich diesen Feldzug nichtmitmachen kann, doch ich habe mich darein gefunden.

Welche günstige Nachrichten von unseren siegreichen Truppen,die mit Recht im In- und Auslande allgemein bewundert werden.

Durch Räder habe ich mit Freuden gehört, daß es Ihnen,gottlob, gut geht und Sie das erste Bataillon unseres Regiments