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Wenn man erwägt, daß der berichterstattende Feldherr sich denVorposten des 16. Regiments gegenüber befand, so muß man darausfolgern, daß sie, gleich den übrigen Teilen des schwachen Armee-corps, ihre Ausgabe bis hierher mit Geschick durchgeführt haben ").
Die Wahrnehmungen der Vorposten ergaben sich aus den Be-richten des Generalkommandos an das Oberkommando: „Am 25.7H Uhr früh. Vor den Vorposten nichts Neues als große Wacht-feuer des Feindes östlich und südlich von St. Loup, bei Mont-barrois viel Wagengerassel.
„9^ Uhr. Der Feind hat Boiscommun stark besetzt."
Eine persönliche Rekognoszierung des Hauptmann Seebeck än-derte an diesem mangelhaften Zustande der Nachrichten nichts: „Demrechten Flügel der diesseitigen Vorposten bei Batilly sowie demlinken bei Corbeilles stehen bis jetzt (mittags) feindliche Abteilungennicht gegenüber. Größere feindliche Abteilungen sind auf derganzen Linie nicht gesehen worden, und macht es den Eindruck,als wenn der Feind erwarte, angegriffen zu werden."
In der That verschanzte sich Crouzat bei Boiscommun undMontliard für den Fall, daß er angegriffen oder nach einem eige-nen verfehlten Vorgehen verfolgt werde. Es erklärt sich darausdie Meldung von dem Wagengerassel.
Schon hatte das 10. Corps gemeldet: „Die feindlichen Truppen,gegen die das 10. Corps geschlagen, gehören teils zum CorpsMichel, teils zu den drei Divisionen, die von Gien vormarschiertwaren und nach einem aufgefundenen Befehl gestern Beaune,St. Loup und Juranville erreichen sollten. In demselben werdensie, wohl übertrieben, zusammen auf 30000 angegeben. Wirddas Corps angegriffen, so wird es sich bei Beaune schlagen."
Nun wurde berichtet: „Ein Brief von Colonel Blasierte er-giebt, daß er zum 20. Corps gehörte."
Es ließ sich nun folgern, daß das 10. Corps zwei feind-liche Armeccorps sich gegenüber hatte.
Unter solchen Eindrücken wurde am 25. morgens 7 Uhr be-fohlen: „Das Armeecorps hält sich heute bereit, einen feindlichenAngriff abzuwehren.
„Die Vorposten bleiben überall stehen, bis sie etwa durchfeindliche Angriffe zum Zurückgehen genötigt werden.