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16. Regiments zu vertreten haben. Dann aber ist es auffallend,daß er das Schriftstück in feinem Werke nicht einmal erwähntund damit den Lesern seines Buches die Möglichkeit entzogen hat,sich ein eigenes, auch abweichendes Urteil zu bilden und daß er, sosehr er es sich hat angelegen sein lassen, die Schlacht in anderen,auch geringfügigen Einzelheiten dramatisch zu gestalten, es unter-lassen hat, den Inhalt der auf Thatsachen gestützten Denkschrift,welche, bevor sie eingereicht wurde, die Billigung aller beteiligtenOffiziere des 16. Regiments gefunden hat, zu einer richtigen undnicht, wie er beliebt hat, auf Unterstellung von Erwägungen undUnterlassungen gestützten Darstellung der Thätigkeit des Abschnitts-Commandeurs zu verwerten. Dazu kommt, daß er auch überFragen, welche in dem P. M. nicht berührt sind, wie die Leitungdes Feuergefechts auf dem Kirchhof, die zunächst beteiligten anderennicht einmal gehört hat, obwohl er selbst den Gegenstand für wich-tig erachtete.
Sei es, daß er überzeugt war, auch ohne sie ein richtiges Bilddieser Vorgänge, so eigenartig sie an sich waren, geben zu können,sei es, daß es ihm nur daraus ankam, an der Hand einer dazuerwünschten Persönlichkeit gewisse taktische Lehren an den Mannzu bringen, wir 16er müssen dagegen protestieren, daß in demHoenigschen Buche vor der Welt vier Züge 57er, unter demHauptmann Feige als Erretter, das geleistet haben sollen, was inder Hauptsache denn doch elf Compagnien 16er, allerdings mitHilfe der 57er, geleistet haben.
Nach der Hoenigschen Darstellung hat sich Hauptmann Feigeschon im Vorterrain entschlossen gehabt, mit seiner Abteilung denVerteidigern von Beaune, in dem bevorstehenden Kampfe, zuhilfe zukommeR und sich von diesem Vorhaben auch nicht durch die wieder-holten Befehle seiner Vorgesetzten, zum Rendezvous des Regimentshinter Beaune zu kommen, abbringen lassen.
Auch hat mir Lancelle in Courban, nach meinen Aufzeichnungen,als die einzige Differenz in unseren Anschauungen über die Vor-gänge bei Beaune ausgesprochen, „daß Hauptmann Feige auch schon,bevor er bei mir durchmarschierte, in der Dorslisiere habe bleibenwollen", mir aber auch zugegeben, „daß ohne meinen Willen keinerdort hätte verbleiben können."