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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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stücke, welche sie mit sich rissen, noch mehr erschwert. Ich glaube kaum, daßes möglich gewesen wäre, eine Abteilung dahinter einige Zeit zu halten. Allen-falls hätte man an dem Ausgang einen Schützengraben anlegen können.Die wenigen Mann, welche daselbst Platz finden konnten, spielten aber keineRolle, ganz abgesehen davon, daß es sich nicht empfahl, solche kleinen Abtei-lungen zu vereinsamen.

Meines Trachtens kam es mehr darauf an, eine Reserve zur Hand zuhaben, mit welcher mau einer feindlichen Abteilung, die irgendwo eindrang,mit dem Bajonett entgegenzutreten vermochte und diese dazu etwa an den Häusernan der Brücke, welche von der Weststraßc zur Stadt führte, aufzustellen, indemman von hier aus nach allen Seiten, auch in der Richtung des Schützen-grabens, vorzudringen vermochte, dessen Besitz über den des Kirchhofs entscheidenkonnte.

Da mein Bataillon dazu nicht ausreichte, so wandte ich mich dieserhalb,allerdings vergeblich an den Major v. Schölcr b7. Regiments, um eine ent-sprechende Unterstützung. Es war ein Glück, daß der Laus der Ereignisse michsie nicht missen ließ.

Wenn es weiterhin heißt:Vor allen Dingen mußte der Kirchhof Beauncin ein kleines Fort umgewandelt werden, denn auf seiner Behauptung beruhtehauptsächlich die Möglichkeit der Behauptung von Beaune" und an andererStelle:Es erscheint unerklärlich, weshalb nicht vor allen Dingen Kirchhof undStadt unter sich verbunden wurde", so muß ich zunächst sagen: der Kirchbofist, soweit dies in den Umständen lag, hinreichend eingerichtet gewesen.

Alsdann bcstreite ich den oben citierten Satz:Wer den Kirchhof hatte,hatte Beaune." Ich lasse die Bedeutung des Schützengrabens dahingestellt.Setzt man aber den Kirchhof mit dem Ormer Ausgang in Vergleich, so mußich sagen, dieser führte in die Stadt, der Kirchhof noch lange nicht. Dieserwar nur ein Abschnitt der Vorstadt, auch wie die Schlacht sich abspielte:allerdings sehr gefährdet.

Immerhin wäre es wünschenswert gewesen, eine Kommunikation zwischenStadt und Kirchhof zu haben. Wäre die Herstellung einer so umfangreichenArbeit aber möglich und opportun gewesen, wo der Aufenthalt des Corps inBeaunc nur noch eine Frage der Zeit sein sollte und hätten die Franzosennicht auch von dieser Arbeit durch ihre Kundschafter Kenntnis erhalten undvon ihrer Wissenschaft einen ihnen vorteilhaften Gebrauch gemacht.

Schließlich war ja auch die Kommunikation nicht notwendig, denn wirsind, wenn auch nicht ohne bittere Not, ohne sie ausgekommen!

25) Hauptmann Mcntz, Bürgermeister in Broich an der Ruhr, schreibt hier-über:Sie hatten Neree und mich beauftragt, bis zur Batterie FrelS zu rei-ten, um die Angriffsbcwegungen des Feindes von da aus zu beobachten. Frelsgab zunächst sechs Schuß in die in Kolonnen anrückende, feindliche Infanterie,deren Bewegungen hierdurch zum Stehen gebracht wurden."

Einem Briese des Oberstlieutenant v. Neree entnehme ich:Als Frels auseigenster Veranlassung die ersten Schüsse aus die aus 2000 Schritt in breiten

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