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sollte, so mutete man ihm eine Unmöglichkeit zu, und der Berlaus wirdder Behauptung recht geben.
„ES wird sich ergeben, daß die Stadt nur durch geschicktes Eingreifen deräußeren Verteidigung im Westen und Osten zu behaupten war.
„Hauptmann v. Natzmcr betrachtete seine Ausgabe auch sogleich als unaus-führbar, und seine Vorstellungen hatten Erfolg; nur erscheint cS unerklärlich,weshalb nichts Ganzes zur künstlichen Verstärkung zustande gebracht wurde."
Ich habe gegen die in dem Vordersatz ausgesprochene Unterstellung, alswenn ich jemals, auch nur einen Augenblick die mir gestellte Aufgabe sür eineuuauSsührbare gehalten, in meiner Erklärung vom Januar „Zur Geschichteder Schlacht von Beaune" bereits Verwahrung eingelegt.
Meines Bedünkeus äußert sich in dieser Beziehung der Major Hausmannsehr zutreffend:
„Ob Herr Oberst v. Nahmer die ihm gestellte Ausgabe für unausführbargehalten, weiß ich nicht; am 28. 11. 70 schien mir dies nicht der Fall zusein."
„Die übrigen Hauptstraßen blieben offen", sagt H. Hoenig wieder. „Inder ausgedehnten Front von der Straße nach Ormc bis zu der nach Egrp warnirgends eine zusammenhängende Feuerlinie hergestellt worden."
ES war aber doch überall Feuerverbindung.
„Selbst die Häuser, welche mau besetzen und verteidigen sollte, richtete mauhier, wie aus allen Punkten erst während der Schlacht notdürftig ein", sagtH. Hoenig.
Man hatte sich bereits am 27. damit beschäftigt. Erschienen an diesemTage einige der Häuser an der Straße nach Batilly weniger gefährdet, soist doch nicht zu übersehen, daß man zu der notdürftigen Einrichtung auch diesernoch rechtzeitig kam.
„Hätte man wenigstens dieB rücke an der Straße nach Ormc gründ-lich zerstört, so würde man es dem Gegner später unmöglich gemacht haben,die dahinter liegende Barrikade zu erreichen. Allein alle Brücken von derStraße nach Fanccrive bis zur Straße nach Batilly, die über den Bach führ-ten, blieben unversehrt stehen", heißt cS in dem Hocnigschen Buche.
In der That hätte sich die Zerstörung der Brücken im letztenAugenblicke vielleicht empfohlen, doch wäre sie, wenigstens aus der Westfront,ohne Einfluß auf den Ausgang des Kanipfes gewesen, indem die feindlichenSchützenschwärme hier auch den Nolandebach überschritten.
Was den Abschluß der auf der Westfront offen gelassenenStellen angeht, so lag bis dahin ein Bedürfnis allenfalls nur am Ausgangnach Batilly vor, indem von Norden noch nichts zu befürchten war und derSchützenzng den Zugang von im Süden vollständig abschloß.
Welchen Fährlichkeiten eine Barrikade am Ausgang nach Batilly ausgesetztgewesen wäre, ist aus der an sich nicht unberechtigten Hoenigschcn Beurteilungder Ormer Barrikade zu entnehmen. Sehr bald hätten die feindlichen Geschossesie eingeschossen und den Ausenthalt und Verkehr dahinter auch durch die Spreng-