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Batterie, welche aber abfuhr, worauf der Zug mit der Front nach Südenschwenkte.
„Von Orme und nordwestlich von diesem Ort avancierten die feindlichenTirailleurs, zugleich auch die bis dahin in Schach gehaltene feindliche Infan-terie aus der Richtung von Batilly. Die Batterie feuerte gegen die von Ormeavancierende Infanterie auf 1400 Schritt und zuletzt aus 800 Schritt. Wäh-rend dieser Zeit war die aus der Richtung von Batilly avancierende feindlicheInfanterie der Batterie schon so nahe gekommen, daß ihr Feuer sehr lästigwurde und ließ ich deshalb den ersten Zug nach Westen feuern."
26) „Das Bataillon 57, welches bis dahin den äußeren Flügel der Batteriegegen die aus der Richtung von Batilly avancierende Infanterie geschützt, ging, vondem Feinde lebhaft gedrängt, langsam zurück und war deshalb die Batterie ge-zwungen, ebenfalls abzufahren, nachdem noch der erste Zug aus 500 Schritt5 Kartätschschüsse abgegeben hatte.
„Ich hatte, erzählt der damalige Lieutenant Pilger, der mit einemZuge der 1. Compagnie zur Batterie Frels als Bedeckung kommandiert war,von Frels die Anweisung erhalten, etwa 300—400 Schritte südwestlich vonder Batterie Aufstellung zu nehmen und „ihr die einzelnen Mücken zu wehren —größere Schwärme werde sie sich selbst vorn Halse halten". Dieser Anweisungentsprechend hatte ich den Zug, angemessene Abstände zwischen den einzelnenLeuten anordnend, in einer Senkung Platz nehmen lassen und anfangs nichtfeuern lassen, well ich mir von der geringen Zahl von Gewehren noch keinenErfolg versprach und die Munition für eine bessere Gelegenheit sparen wollte.Als sich aber die feindliche Infanterie aus 600—800 Schritte näherte, hatteich einige Schüsse abgeben lassen.
„Ich folgte der Batterie, als sie abgefahren war, in nordöstlicher Richtung.Währenddessen wurden einzelne meiner Leute verwundet. In der Nähe derKreuzung der Läsarstrahe mit dem Wege nach Barville traf ich auf die 57er,meldete mich auf die Frage eines Stabsoffiziers (M. v. Schiller?), wo ich her-komme, als Bedeckung der Batterie Frels, die mir aus den Augen entschwun-den war, weil ich ihr, mit Rücksicht auf die Verwundeten, nicht schnell genugfolgen konnte. Der Stabsoffizier gab mir den Befehl, nach Beaune zum Re-giment zurückzukehren, da er die Bedeckung der Batterie übernehmen werde,s Ich folgte dem Befehle nicht, da ich mich einerseits verpflichtet hielt, der Bat-terie wieder anzuschließen, anderseits aber auch keine Möglichkeit sah, bei deminzwischen eingetretenen Angriff auf Beaune meine Leute auf den mir bekanntenWegen (dem Bataillon zuzuführen). Ich marschierte ostwärts nördlich der Cäsar-straße und fragte einen höheren Offizier, ich glaube von, Generalstabe, nachden, Verbleib der Batterie Frels, erhielt aber keine Auskunft.
„In dem Frelsschen Berichte heißt eS weiter: „Die Batterie schloß sich beimZurückgehen der 1. leichten Batterie Knauer an, welche nördlich Beaune in dasGefecht eingegriffen hatte."
„Der Führer der 19. Division, General v. Woyna, hatte die ungünstigeGesechtslage beim 1. Bataillon 57, das nach 12 Uhr in der Richtung auf
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