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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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29) 18 Züge ohne Pilger -- 1j Bataillon. Rechnet man die Gewehre,welche sich in der Fcuerlinie befanden, so würden zunächst die 3 Züge der2. Compagnie in Abzng zu bringen sein, welche sich beim ersten Angriff desFeindes noch in der Reserve befanden und sich unter Zugrundelegung desStärkcrapportS des TageS des 1. Bataillon 16cr, mit Einschluß der Gewehredes Zuges Stelle, der nicht anßeracht zu lassen ist, die Zahl 686 resp. 70!»ergeben. Jnbetreff des 5. ZngeS 57er vergleiche man Anmerkung 31.

30)Es war kurz vor l2 Uhr", schreibt mir der damalige Lieutenant, jetzigeBauinspeltor Friedrichs«!,als Ncree zu unserer Compagnie kam, welche hintereinen! Hause nicht weit von dem Ausgang nach Batilly lau der Brücke) standuud in Ihrem Namen Mentz den Austrag brachte, einen Zug zur Verstärkungder Kirchhoföbcsetzung dorthin zu senden. Hierzu wurde ich kommandiert undrückte demgemäß sofort ab. Ich bin also nicht dabei gewesen, als der ersteSturm abgeschlagen wurde. Deutlich erinnere ich mich aber noch, wie NcrieEinzelheiten erzählte, auch daß Hanptmann Feige dort wäre.

Ich ging zu Ncree, der sich aus dem Kirchhofe befand, nachdem ich meinenZug an der nördlichen Mauer untergebracht hatte.

Daselbst lagen auch Mannschaften der 3. Compagnie neben mir z. B. einSergeant, der mir bekannt war.

Wie lauge ich aus dem Kirchhof geblieben bin, weiß ich nicht genau, glaubeaber, daß es eine Stunde gewesen sein muß, als ich den Schuß erhielt.

Da meine Wunde heftig blutete, ging ich in ein an den Kirchhof stoßendesHauS, wo ich von Mannschaften verbunden wurde. Daraus ging ich zur Com-pagnie zurück, und Reinhardt übernahm meinen Posten.

Es ist eine Unrichtigkeit, daß Hoenig angiebt, Reinhardt und ich wärengleichzeitig auf dem Kirchhof gewesen."

Lieutenant und Generaldirektor Reinhardt schreibt mir:

Ternitz, 2. 3. 94. Die 2. Compagnie war vorn Ormer AuLgang nachder Westfront befohlen. Dort standen wir als SouticnS, und erhielt ich denBefehl, mit meinem Zuge um das nordöstlich vorn Kirchhof bclcgcne einzelneGehöft zum Kirchhof zu gehen.

Das Granatscucr war sehr stark, auch wurde der Weg über, d. h. hinterZiehens Schützengraben sehr stark von feindlichen Gewehrkugeln bcstrichcu.

AIS ich ankam, meldete ich mich bei Ncrbe, die 57er waren auch schon dortund stand Ncree und Feige an der Mauer links an der Westfront."

31) Meine Stellungnahme znr Sache crgicbt sich aus dem Berichte, welchenich, wie ich in meiner Erklärung vorn Januar cr. schon mitteilte, nach demErscheinen der Geschichte des 16. Infanterie-Regiments, am 17. ll. 1881, demKommando meines alten Regiments einsandte:

Merkwürdig ist mir in dem (in der Rcgimentsgcschichte mitgeteilten) Be-richte der 57er das Zugeständnis, daß ein Zug der Compagnie Feige ausder Lisiere verschwunden, weil das feindliche Feuer zu lebhaft gewesen sei.

In der That hatte dieser Zug von mir den Befehl erhalten, die Verbin-dung zwischen dem Kirchhof und den Häusern zu unterhalten, welche der Scr-

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