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geant Stelle verteidigte. Der Zug mutzte sich hier wie der des LieutenantZiehen eingraben.
„Er ist mir damals unter den Augen verschwunden. Ich hatte keine» an-dern mehr ihn zu ersetzen.
„Wollte der Feind uns bewältigen, konnte er in diese Lücke eindringen.
„Ich habe das Verschwinden des in Rede stehenden Zuges damals schwerempfunden, obwohl ich bisher niemals darüber gesprochen habe, weil mir dieEhre der mir untergebenen 57er ebenso am Herzen lag, wie die meines Ba-taillons und der Erfolg auf unserer Seite war."
Hauptmann Hornig berichtet jetzt in seinem Bolkskrieg, datz der Zug voneinem Adjutanten des 57. Regiments, ohne Wissen des Hanptmann Feige,geholt sei.
Das ändert an der Sache für mich nichts.
32) Oberstlieutenant Neree hat diesen Vorgang nach seinen Erinnerungeneinem dritten geschildert:
„Hauptmann v. Natzmer machte mich, an den Fuldeschen Häusern, auseinen Offizier aufmerksam, der längere Zeit mit einem weißen Tuch winkteund von Süden heran an die Häuser kam.
„Bei der 1. Compagnie schienen schon Züge das Feuer in dem Glaubeneinzustellen, man wolle sich ergeben und bat ich, Haeften zu benachrichtigen,sein Feuer nicht einzustellen. Der feindliche Kapitän erreichte aber seinen Zweck,in Marsch, Marsch war die Compagnie, ungefährdet, in dem höher gelegenenGehöft, vor deni er bisher gestanden, verschwunden.
„Als nachher die Compagnie aus einem westlichen Ausgang hervorbrachund die Häuser erstürmen wollte, erging ein wohlgezieltes Feuer gegen sie,als sie die Böschung herunter und zum Teil über den Graben sprang. DerErfolg war, daß am andern Tage 70 Tote gezählt wurden, die größtenteilsan dem westlichen Ansgang des Gehöftes, einige iin Graben, die übrigen dies-seits des Grabens in den Gärten hinter den Häusern lagen. Ich hatte Ziehenund Fulde gesagt, daß sie aufpassen sollten, wenn sie aus dem Gehöfte kämen.Ich weiß nicht mehr genau, wann das war, aber jedenfalls am Nachmittage."
Ich lasse dahingestellt, welche Tote in dem angegebenen Moment gefallensind. ES ergiebt sich übrigens aus der Darstellung, daß an der Verteidigungdieser Position die 1. und 4. Compagnie 16cr ihren Anteil hatte, wie die Be-satzung des Schützengrabens und der Häuser an der 1. und 4. Compagnie. DenVerteidigern der Südwestfront nicht die ihnen zustehende Ehre zu verkürzen, mußman, aber wie bei der Besprechung des Planes bereits ausgesprochen, die Ver-teidigung dieser Front und die des Kirchhofs, welche nicht« miteinander zuthun hatten, auseinanderhalten. Die Häuser der Weststrabe deckten den Kirchhofnach Süden vollständig, wie mein Plan angiebt.
33) Anders lautet die Darstellung des Feuergesechtes bei Hoenig in seinemVolkskrieg:
„Da der Gegner bereits zum Angriff von Westen angetreten war, bevordie Abteilungen ihre Stellungen eingenommen hatten, so war keine Zeit ge-