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Infolge dieses Linksziehens des ersten Treffens war das RegimentNr. 115 aus dem zweiten Treffen in vorderste Linie vorgekommen,es wird jedoch, sobald es die Schützenlinie des Regiments Nr. 118überschritten hat, von allen Seiten mit Feuer überschüttet. Zwei Ba-taillonskommandeure, zahlreiche Oberoffiziere und Mannschaften fallen,allein General de la Charrisre läßt Gewehr zum Sturme nehmen undim Sturmschritt die jenseits der Straße gelegenen Gehölze nehmen,welche nun von den dort stehenden Theilen der 4. Kompagnie 3. Würt-tembergischen Infanterieregiments geräumt werden.
Ein weiteres Vordringen der Franzosen scheitert aber an demFeuer der Deutschen Batterien und der Besatzung des Gehöftes l'Hopital.
Sechs Kompagnien des 1. Bataillons Regiments Nr. 115 be-setzen diese Waldstücke, während drei Kompagnien 2. Bataillons sichin den Straßengraben werfen und drei andere Kompagnien Verbind-ung mit den auf der Höhe stehenden Bataillonen halten.
So hatten die Franzosen zu der Zeit, in welcher sie auf demHaupttheil des Schlachtfeldes die Linie Champigny-Bry in Besitz genom-men hatten, auch an der Seine den wichtigen Abschnitt bis zur dersüdlich des Berges Mesly führenden Straße besetzt, ihr Vordringen aufBonnenil aber war nicht gelungen.
Es war mithin jetzt schon ihre Absicht über Ormesson einzugreifenvereitelt, den Deutschen aber die Absendnng von Verstärkungen nachCoeuillh ermöglicht.
Geschiihkampf vor Williers bis 1V Aör.
Als die französischen Divisionen Malroh, Berthaut und Maussionbeinahe gleichzeitig durch das Feuer der Besatzung des Schlosses vonVilliers und der am Bahndamm liegenden Württembergischen Kompagniezum Halten gekommen waren, erhielt die Artillerie derselben Befehl zumAuffahren.
Zu beiden Seiten des großen Kalkofens fuhren 3 Batterien*) aufund bekämpften die Württembergische 2. Batterie bei Coeuillh, währenddie Batterie der Division Manssion zu beiden Seiten der Straße Joinville
*) 15/Marine Kap. Caris, 4/12 Kap. Salis, 12/M. Kap. Chaulc.