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Die Schlachten bei Villiers und Champigny am 30. November und 2. Dezember 1870 sowie das Gefecht auf dem Berge Mesly / von E. von Schmid
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Allein mich diese Batterie erhielt sehr bald solche Verluste, daßsie zum Abfahren genöthigt war und so waren in kürzester Zeit 3französische Batterien vernichtet.

Der französischen Infanterie aber war es gelungen, sich am Randeder Höhe in der Gegend des Jägerhauses einzunisten und zu halten,weitere Vorstöße aber scheiterten an dem Feuer der Besatzung des Jäger-hofes.

So war um 11 Uhr der Vormarsch der Division Faron hier zumStocken gekommen.

Wegnahme des Werges Wesly durch die Deutschen.

Während die Lage auf dem Hanpttheile des Schlachtfeldes für dieWürttemberger und die Sachsen immer noch eine sehr gefährdete war,hatte sich dieselbe auf unserem äußersten linken Flügel an der Seinewesentlich gebessert.

Hier hatten die Franzosen wohl den Berg Mesly erobert und warenbis zur Straße Choisy le Roy-Bonnenil vorgedrungen, ihr weiteresVordringen war aber an dem heftigen Widerstände des 2. Württember-gischen Infanterie-Regiments und der Württembergischen Jäger gescheitert.

Als nun der Kommandeur der preußischen 7. Brigade Generaldu Drossel vom kommandierenden General des 6. Armeekorps v. Tümplingdie Mittheilung erhalten hatte, daß Villeneuve von Truppen des 7. Korpsbesetzt werden sollte, sammelte er seine Brigade bei Valenton, wo dasColberg'sche Grenadierregiment Nr. 9 und das 1/49 etwa um 11 Uhreintrafen.

Hiemit war die Lage auf der Linie Choisy-Ormessou unbedingt ge-sichert, denn es hatte nunmehr General v. Obernitz 15 Bataillone, 10Schwadronen und 8 Batterien zur Verfügung, die ihn wohl in denStand gesetzt haben würden, jetzt schon mehrere Bataillone und Batteriennach Villiers abzusenden.

Das Eingreifen der Brigade du Drossel.

Nachdem General du Drossel seine Brigade vereinigt hatte, ent-schloß er sich den bei Bonneuil kämpfenden Württembergern durch einenAngriff auf den feindlichen rechten Flügel Luft zu machen.

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