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General v. Reitzenstein sandte dem Obersten v. Berger Befehlmit 3 Kompagnien aus dem Parke von Coeuilly vorzubrechen, währendOberstlieutenant v. Knörzer unter Festhaltung des Jägerhofes mit einerKompagnie, entlang der großen Straße vorgehen sollte.*)
Zweiter Angriff der Sachsen nnd Württernöerger öei WrMers.
Kurz nach 12 Uhr ließ Oberst v.Abendroth das III./104 nebst der7. und 8. Kompagnie Regiments 104 am Nordrand von Villiers vor-bei gegen die Höhe 109 vorgehen.**)
Major v. Hausen führte das Bataillon in zwei Treffen ans-einandergezogen im heftigsten Granatfeuer vor, es gelingt ihm aber nicht,die Höhe zu überschreiten, dagegen bleibt er in Höhe der Kompagniendes Regiments 106 stehen und beginnt nun ein sehr heftiges Feuergefecht.
Als jedoch nach mehr als einstündiger Dauer die Munition aus-zugehen droht nnd die Verluste durch das Feuer von Nogent immerstärker werden, entschließt sich der Regimentskommandeur Oberstlieute-nant Schumann, das Bataillon wieder zurückzunehmen. Er läßt dem-gemäß die 7. und 8. Kompagnie eine Ausnahmestellung hinter demlinken Flügel beziehen und geht alsdann langsam auf das Dorf und vonhier aus auf die Schützengräben am Kirchhofe von Villiers zurück, wo-bei die Franzosen nicht nachzufolgen wagen.
Gegen 2^/2 Uhr sind die 6 Kompagnien wieder in dieser letzten Stel-lung angekommen, in welcher sie nun bis zum Ende der Schlacht verbleiben.
Bei diesem Vorgehen des 3. Bataillons war der KommandeurMajor Frhr. v. Hausen nebst mehreren Offizieren verwundet worden,Hauptmann v. Wolffersdorf, Lieutenant Premier, Dautenhahn waren ge-fallen.***)
Etwa gleichzeitig mit dem Vorstoß der Sachsen an der Nordseite,waren auch die sächsischen und württembergifchen Kompagnien am Eisen-
*) Den Bcfehl überbrachte der Generalstabsosfizier Hauptmann Pfaff.
**) Das Reginient hatte am 28. November 305 Ersatzmannschaften erhalten,am 28. September 213 Mann, zusammen 518 Ersatzmannfchasten. Regiments-geschichte S. 39 und 44.
***) Es waren weiter verwundet Hauptmann Küstner II., Lieutenant Merkel,Meißner nebst 50 Mann, gefallen waren vom Regiment 23 Mann.
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