daß aber andererseits Details darüber völlig fehlen. Es ist ihmzwar bekannt, daß zur Zeit, als die Brigade die Kettenbrücke beiCorny Passirte, die Erfolge der im Kampfe befindlichen 5. Infanterie-Division nicht günstig zu sein schienen, nicht aber wie sich das Ge-fecht weiter gestaltet hat und namentlich wie es jetzt steht. Eskann nun ebenso gut eine direkte Unterstützung der 5. Infanterie-Division als vielleicht ein Eingreifen auf einem ihrer Flügel er-forderlich sein, möglicherweise kommt die Brigade aber auch schon zuspät, um noch eine günstige Wendung auf diesem Theile des Kampf-feldes herbeizuführen. In dem bisherigen Gefechtsverlaufe wirdalso der Ausgangspunkt der bei der 49. Infanterie-Brigade er-forderlich werdenden Anordnungen zu suchen sein. Die nothwendigeInformation ist mithin wohl am besten von dem Kommandeur der5. Infanterie-Division zu erholen, was aber im vorliegenden Falleaus Gründen, die schon früher erörtert, Sache des Kommandeursder 25. Infanterie-Division ') sein dürfte.
Abbiegen der Wrigade von der großen Ktraße gegendie Kote Worrsa und Einmarsch in das Hoisdes KhevauL.
„Die Tete der Brigade bog nun in nördlicher Richtung vonder großen Straße ab, überschritt den rechter Hand fließenden Bach,ging durch ein Gehöft, welches voller Verwundeter lag, und wurdedann gegen die Cote Mousa dirigirt. Der Brigadekommandeurhatte inzwischen Mittheilung erhalten, daß der rechte Flügel der imGefecht befindlichen preußischen Truppen Unterstützung an Infanterie
9 Thatsächlich erhielt Prinz Ludwig von der auf das Gefechtsfeld vor-ausgesandten 2. Schwadron des 1. Reiter-Regiments (Rittmeister Freiherrv. Lepel) mehrfach Meldungen, welche ihn unter Anderem dazu veranlaßten,die Kolonne bei Ste. Catherine rechts abbiegen zu lassen, um durch den Waldden Preußischen äußersten rechten Flügel zu unterstützen und den Feind in derFlanke zu fassen. Bezüglich des Wortlautes dieser Meldungen okr. Scherf,Die Theilnahme der Großh. Hessischen (25.) Division an dem Feldzuge 1870/71,1. Lieferung, Seite 112.