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I» Folge dieser Unterredung marschirte der Kronprinzvon Würtemberg ohne Verzug mit seinem ganzen Korps»ach Maison und besetzte FreSnay mit seiner Avantgarde,und FZM. Graf Gyulai übernahm die unmittelbare Un-terstützung des FM. Blücher von Bar-sur-Aube aus.
Französische Berichterstatter sagen uns, daß man nachBeendigung des Gefechtes bei Brienne'im Hauptquartieredes Kaisers Napoleon in äußerster Verlegenheit war. DieHartnäckigkeit, mit welcher der FM. Blücher Bricnnegehalten hatte, ließ auf offensive Vorsätze für den künftigenTag schließen. Bei einem erneuerten Angriffe des Feldmar-schalls hatte die Armee des Kaisers, im Falle einer Nie-derlage, nur die einzige Rückzugsstraßc auf Vitry aufgrundlosen, durch Rege» und Thauwetter ganz durchweich-ten Landwege», indem die Brücke von LeSmont zerstört,und so die Richtung nach TroheS versperrt war; oder nachArcis am rechten Ufer der Aube, auf ganz unwegsamenSeitenstraßen, auf denen die Alliirten ihn überall hätteneinholen müssen. Der Kaiser und Alle waren daher aufdas Freudigste überrascht, als am 30. der Rückzug deöFM. Blücher auf Tranncs bekannt wurde. Napoleon rech-nete dem FM. Blücher die Überzeugung zu, daß er ihm— Napoleon — nicht gewachsen sey; immer daher nochin der Idee, es hier ganz allein mit Blücher zu thun zuhaben, erließ der Kaiser auf der Stelle den Befehl zumMarsche vorwärts gegen La Rothiäre.