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Der Uebergang über den Rhein der verbündeten Hauptarmee unter dem Oberbefehle des Feldmarschalls Fürsten Karl von Schwarzenberg am 21. December 1813, nebst einem Berichte über die Ereignisse bis zum 2. Februar 1814 in Frankreich : Ein Beitrag zur Geschichte des Befreiungs-Krieges der Jahre 1813 und 1814 / Von Maximilian Friedrich Thielen
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106
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er die Meldung darüber erhielt, Alles aufzubieten ent-schlossen war, um-diesen Punkt wieder zu nehmen. Ersandte daher dem Marschall Victor Verstärkungen zu mitdem Befehle, La Gibrie um jeden Preis zurückzuneh-men. Victor rückte nun von Petit -Mcsgnil, welchesnoch in des Feinde« Händen war, mit seiner starken Ko-lonne und vermehrter Artillerie vor, und ließ das Dorfdurch mehrere Bataillons stürmen. Die zwei würtcmbergi-schen Regimenter, welche La Gibrie beseht hielte», mußte»anfangs biö in die Hälfte des Dorfes zurückweichen.

Der Kronprinz, die Gefahr sehend, führte gleich selbstdas Infanterie-Regiment Nr. 2 und daS 2. Bataillon desleichten Infanterie-Regimentes Nr. 10, unter dem Gene- !ral Dörring zur Unterstützung in daS Dorf, wo jetzt einheftiger mörderischer Kampf entbrannte, in welchem der |Kronprinz seinen Truppen selbst das erhabenste Beispiel !des Muthes gab. Das feindliche Geschütz feuerte nur mitKartätschen, und gerade an Geschütz fehlte cS dem Kron-prinzen ; denn noch war ihm, und erst während des Ge- -fcchteS, nur die reitende Batterie aus den Sumpfwegendes Waldes gefolgt, welche zwar das feinlichc Feuer mitaller Kraft erwiederte, aber dennoch den Kampf nicht ent-schied. Um diesen endlich zu Ende zu bringen, ließ derKronprinz das Jnfanterie-Regiment Nr. 7 mit gefälltemBajonnetc rechts und links des Dorfes vorrücken. Diesentschied den Rückzug des Feindes, denn die Ankunft dieser