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Der Uebergang über den Rhein der verbündeten Hauptarmee unter dem Oberbefehle des Feldmarschalls Fürsten Karl von Schwarzenberg am 21. December 1813, nebst einem Berichte über die Ereignisse bis zum 2. Februar 1814 in Frankreich : Ein Beitrag zur Geschichte des Befreiungs-Krieges der Jahre 1813 und 1814 / Von Maximilian Friedrich Thielen
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105
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anfmarschirte feindliche Kavallerie an; diese aber erwarteteden Angriff nicht, sondern verschwand bald hinter demDorfe. Der Oberst Gcisbcrg, welcher sie verfolgte, er-reichte, wenn auch nicht sie, dennoch die Queue der ausdem Walde retirircndcn Infanterie, tödtete und verwun-dete viele Leute, machte dabei 30 Gefangene, mußte abervon der Verfolgung ablassen, indem er mit seinen Leu-ten unter das Kleingewchrfeuer des Dorfes La Gibriegcrieth.

Indessen war nun auch das Infanterie-RegimentNr. 2 aus dem Walde hervorgebrochen, unter dessenSchuhe der Kronprinz von seiner Avantgarde La Gibrieselbst angreifen ließ. Der Feind hatte die vortheilhafteLage des'Ortes noch durch eine zahlreiche Artillerie geho-ben ; dennoch entriß die mit seltener Begeisterung unter denAuge» ihres geliebten Kronprinzen fechtende leichte Infan-terie, unter Anführung des tapferen General Stockmaher,ohne Unterstützung durch Artillerie diese war noch aufdem schlechten Wege im Walde zurück dem Feinde die-sen wichtigen Punkt, ohne dessen Besitz das Armeekorpsnicht im Stande gewesen wäre, sich diesseits des Wald-engwegeö, den der größere Theil des Korps noch zurück-zulegen hatte, zu behaupten. Daö Dorf La Gibrie bil-dete einen Borsprung in der feindlichen Stellung. DessenWegnahme trennte den linke» Flügel des Feindes von des-sen Zentrum. Es war daher natürlich, daß Napoleon, als