II.
Ivrystallocliemie.
Inhalt.
Krystallisirte und amorphe Körper. — Krystallstructur. — Dimorphismus. — Physika-lische Isomerie. — Physikalische Eigenschaften isomerer Körper. — Polymorphe Grup-pen des Mineralreiches. — Wesen der Isomerie. — Umwandlung isomerer Körper. —Enantiotropie, Monotropie. — Chemische Isomerie. — Isomorphismus. — Morphologi-sche und physikalische Eigenschaften isomorpher Körper. — Analogie der chemischenZusammensetzung. — Isomorphe Gruppen des Mineralreiches. •— Das Zusammenkrystal-lisiren isomorpher Körper. — Isomorphe Mischlingskrystalle. — Zusammenkrystallisirenvon Verbindungen, welche in verschiedenen Systemen krystallisiren. — Isodimorphis-mus. — Isodimorphe Gruppen. — Isomorphismus bei ungleicher chemischer Constitu-tion. — Wesen des Isomorphismus. — Isogonismus. — Morphotropie.
Literatur,
Schrauf , Lehrbuch der physikalischen Mineralogie. Wien 1868. — Knop, Anorgano-graphie. Leipzig 1877. — 0. Lehmann, Ueber physikalische Isomerie. Z. f. Kryslallo-graphie. Bd. I. 1877. — Arzruni, Artikel Isomorphismus und Isomerie in Fehling’sHandwörterbuch der Chemie. •— Sohncke, Entwickelung einer Theorie der Krystall-structur. Leipzig 1 879. — Mallard, Sur l’isomorphisme des chlorates et des azotateset sur la quasi-identitö vraisemblable de l’arrangement molöculaire dans toutes les sub-stances cristallisöes. Bull. soc. minör. VII. 1884. —• P. Groth , Ueber die Molekular-beschaffenheit der Krystalle. Festrede. München 1 888. — Fock, Einleitung in die che-mische Krystallographie. Leipzig 1888. — J. Retgers, Ueber das specifische Gewichtisomorpher Mischungen. Z. f. physikal. Chemie. 1889. Bd. III. — 0. Lehmann, Mole-kularphysik. 2 Bände. Leipzig 1889. — V. Goldschmidt, Chemisch-mineralogischeBefrachtungen. Z. f. Krystallographie. 1889. XVII. Heft 1.
Die Structur der Krystalle. — Unter den Mineralien sind es die-jenigen, welche die Fähigkeit besitzen, in bestimmten regelmässigen, durchebene Flächen begrenzten Formen aufzutreten, welche unsere Aufmerk-samkeit im hohen Grade erregen. Mit den gesetzmässigen Beziehungendieser Körper, ihren morphologischen und physikalischen Eigenschaften,mit dem Zusammenhänge dieser und der chemischen Constitution beschäf-tigt sich die Krystallographie; derjenige Theil dieser Disciplin, welcher