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Allgemeine chemische Mineralogie / C. Doelter
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B. Sulfosalze.

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B. Sulfosalze.

1. Sulfoferrite 1 ). — Typus Kupferkies.

Kupferkies tetr., Cu FeS 2 — Cu 2 S, Fe 2 S 3 , Bornit reg., CuCu 2 Fe i S soder Cu 2 S, CuS, Fe 2 S 3 , Cuban reg. Cu(FeS 2 )- 2 .

Der Bornit wird von manchen als Cu 3 FeS 3 aufgefasst, ableitbar vonFe (SH) 3 . Die Silberkiese: Sternbergit rhomb. Ag 2 Fe 2 S 3 , Frisöit2 Ag 2 S, 5Fe 2 S 3 , Silberkies Ag 2 S, 3Fe 2 S 3 sind wahrscheinlich Molekular-verbindungen, übrigens ist es keineswegs sicher, ob das Eisen als Fe 2 S 3oder als FeS vorhanden ist 2 ).

2. Sulfarsenite, Sulfantimonite (Sulfobismutite). — Die Erkennungder Constitution dieser Mineralien bereitet grosse Schwierigkeiten, da wireigentlich nur die normale sulfarsenige Säure As(SH) 3 kennen. Man kannnun eine Reihe von Sulfosäuren (Thiosäuren) dadurch ableiten, dass manein oder mehrere Moleküle [H 2 S) von jener Säure abzieht, doch ist dieExistenz der dadurch erhaltenen Säuren problematisch.

In früherer Zeit schrieb man die Formeln der Sulfosalze so, dass maneine Sulfobasis z. B. PbS, Ag 2 S und das Anhydrid der Sulfosäure z. B.As 2 S 3 annahm. Die Formel war dann beispielsweise Ag 2 S, As 2 S 3 , event.3Ag 2 S, AS 2 S 3 . Es kann nicht geleugnet werden, dass jene Formeln sehrübersichtlich waren, jedoch können sie den heutigen Kenntnissen nicht mehrentsprechen.

Wenn man die empirischen Formeln der Sulfosalze betrachtet, findetman, dass sie besonders zwei Typen entsprechen, und ableitbar sind vonzwei Verbindungen, deren Existenz wahrscheinlich ist, nämlich von As(SH) 3und AsS(SH) resp. Sb(SH) 3 und SbS(SH).

Alle anderen Verbindungen, die nicht jenen Typen entsprechen, lassensich entweder als basische Salze oder besser als Molekularverbindungenauffassen. Für einige ist die Annahme einer solchen kaum zu vermeiden,z. B. für Polybasit 3 ). Manche Verbindungen enthalten mehr Säureanhydrid,z. B. Livingstonit, wahrscheinlich liegen auch hier Molekularverbindungen vor.

1. Typus. — Miargyrit mon. AgSbS 2 , ableitbar von HSbS 2 oder

von Sb<^S, y]t ere Formel R 2 S,Sb 2 S 3 .

Hierher gehören Silberwismutglanz Ag Bi S 2 , SkleroklasPbAs 2 S i , Zinckenit PbSb 2 S i , Emplektit CuBiS 2 , WolfsbergitCuSbS 2 , Blei wismut glanz PbBi 2 S it SelenbleiwismutglanzPbBi 2 (S, Se) i , Alaskait (Pb, Cu, Ag 2 )Bi 2 S iy sämmtliche, so weit bekannt,rhomb. und isom., ferner: Berthierit FeSb 2 S i .

2. Als basische Salze mit einem Ueberschuss von RS, oder als

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Molekularverbindungen von RSb 2 S i mit R S lassen sich betrachten folgende

1) Der Daubröelith FeCr 2 S 3 ist nach Groth ein Sulfochromit.

2) Streng, N. J. f. Min. 1878.

3) Tschermak, Lehrb. 3. Autl. p. 359.