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Chemische Zusammensetzung und Constitution der Mineralien.
auch jetzt von Rammeisberg adoptirt zu sein scheint) auf, dass man beiAmphibolen (also auch bei Pyroxenen) ein dem Granat ähnlich construirtesSilikat, das Syntagmitsilikat R 3 Al 2 Si 3 0 12 > anzunehmen habe, welches iso-morphe Mischungen mit RSi0 3 bilde 1 ).
Obgleich eine Entscheidung über die Constitution der Pyroxene undAmphibole heute nicht mit Sicherheit gefällt werden kann, so möge hierdie Ansicht Tschermak’s, welche von mir erweitert wurde 2 ) und welchegegenwärtig die einfachste ist, adoptirt werden.
a. Pyroxene. — Monokliner Typus Wollastonit:
CaSi0 3 oder 0 = Si<^p>Ca.
Diopsid Ca Mg Si 2 0 6 , Hedenbergit CaFe 2 Si 2 0 6 , MalakolithCa(Mg,Fe) Si 2 0 6 . Fassait enthält neben Ca(Mg, Fe )Si 2 0 6 auch CaFe 2 Si i 0 12und MgAl 2 Si0 6 .
Die Thonerde-Augite sind im allgemeinen RSiO 3 mit R(Al,Fe ) 2 Si0 6wobei R = Ca, Mg, Fe , Mn.
Jeffersonit ist ein zinkhaltiger Augit, Schefferit ein manganhultiger.
Natronhaltig sind folgende Pyroxene: Akmit Na 2 Fe 2 Si i O l2 mitFeFe 2 Si i O l2 , Aegirin enthält dieselben Silikate und RSi0 3 . Ein Theildes früher als Arfvedsonit bezeichneten Minerales ist nach LorenzenAegirin 3 ).
Spodumen ist Li 2 Al 2 Si A O i2 . Auch Petalit 4 5 ) gehört wahrscheinlichzur Pyroxengruppe. Formel: (Li 2 Al 2 Si i0 O 2i ), nach Anderen wäre er jedochLi 2 Äl 2 Si 3 O 20 6 ), ableitbar von H 2 Si 2 O b , also ein saures Silikat, resp. einSalz der hypothetischen Metadikieselsäure.
Die bisher betrachteten Pyroxene sind monoklin; rhombische sind:
(. Mq.Fe)SiO , )
Enstatit MgSi0 3 , Bronzit (Mg, Fe ) Si 0 3 , Hypersthen y ^ s/O |’
Trikline Pyroxene sind: Rhodonit MnSi0 3 , Pujsbergit (Mn,Ca )Si0 3 , Fowlerit [Mn, Fe , Ca, Zn) Si0 3 , Jadeit NaAlSi 2 0 3 , BabingtonitFe CaSi 2 0, ]
MnCaSi 2 0 R i. Das Siliko-Zirkoniat Hjortdahlit soll ebenfalls zur Pyro-CaFe 2 Si i O i2 \xengruppe gehören.
b. Amphibole. Die chemische Zusammensetzung der Mineralien derAmphibolgruppe ist mit der der Pyroxenmineralien ident und liegt hierein Fall von Dimorphie vor.
1) Siehe N. J. f. Min. 1884. V, 143 und Rammeisberg, Ergänzungsheft p. 38.
2) Tschermak’s Min. Mitth. 1877 u. 1879. II. Bd. p. 200.
3) Min. Mag. und Journ., 3. Novbr. 1882.
4} C. Doelter, Spodumen und Petalit. Min. Mitth. 1 878. Tschermak’s Min.Mitlh. 1880. Bd. I. p. 517.
5) Rammeisberg, Ergänzungsheft p. 44.