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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Äo dringend die großartigen Ereignisse des Feldzuges von1796 in Italien uns auffordern, diesen Feldzug in seinem wahrenZusammenhang kennen zu lernen und uns nach den Ursachenumzusehen, welche die großen Entscheidungen, die in ihm liegen,hervorgebracht haben, so wenig Befriedigung bietet uns die Ge-schichte desselben dar, und so trostlos ist die Arbeit, eine, wennauch noch so allgemeine, Uebersicht davon zu geben.

Jomini hat in seiner Geschichte der Revolutionskriege diesenFeldzug in der zweiten Ausgabe so gut dargestellt, wie es ihmdie Dürftigkeit der Quellen erlaubte; gleichwohl ist seine Erzäh-lung dürftig, lückenhaft, dunkel, widersprechend, kurz alles, waseine bündige Darstellung der Ereignisse in ihrem Zusammenhangenicht sein sollte. Nichts desto weniger giebt sie wenigstens vonfranzösischer Seite die wesentlichsten Zahlen und die hauptsäch-lichsten Motive an. Dagegen läßt das Wenige, was von Seitender Oestreicher in ihren Militärzeitschriften bekannt gemacht ist,über Stellung, Absicht und Motive, kurz über alle Hauptsachenin solcher Unwissenheit und Verwirrung, daß diese Erzählung wieein bloßes Agglomerat von Trümmern erscheint.

Die Memoiren Napoleons, welche billig einen großen Auf-schluß über den ganzen Feldzug geben sollten, täuschen in dieserBeziehung alle Hoffnung. Die Ereignisse der früheren Zeit gehendem Gefangenen von St. Helena nur wie ein Traumbild vorüber,und was darf man in einem Traume weniger suchen, als diePräzision? Außerdem nimmt der gänzliche Mangel an Wahr-heitsliebe seinen historischen Erinnerungen, so oft von Zahlen dieRede ist, allen Werth. Selbst die Motive und die Betrach-tungen, die den eigentlichen Gehalt dieser Memoiren ausmachen,IV. i