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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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die Oestreicher gerichtet sein, gegen Ceva und die Sardinier mirso viel geschehen, um sich die Flanke einigermaßen zu sichern,die Oestreicher aber dann über den Po getrieben und das Mai-ländische erobert werden. Das sind die Hauptideen der ziemlichverworrenen und nicht ohne Widersprüche abgefaßten Instruktiondes Direktoriums vom 6. März, welche natürlich allein Carnot»«geschrieben werden muß.

Die Hauptidee, aus die Oestreicher als den Hauptfeind dieStöße vorzugsweise zu richten, ist unstreitig sehr lobenswerthund windet sich aus der Jdeenverwirrung der früheren Strategieeinigermaßen hervor; aber von einfacher Folge und Klarheitwar doch noch nicht die Rede, und selbst der Maaßstab dessen,was zu unternehmen und zu erreichen wäre, bleibt weit hinterden großartigen Lineamenten zurück, die uns der Feldzug selbstaufstellt.

Wir sind genöthigt, bei jener Hauptidee noch einen Augen-blick zu verweilen, weil darin eine der wichtigsten strategischenFragen enthalten ist, nämlich die nach dem Schwerpunkt derfeindlichen Macht.

Daß die Oestreicher die Hauptmacht bildeten, und derSchwerpunkt des Ganzen, wenigstens im ersten Augenblick, inihnen liegt, ist nicht zu bezweifeln. Aber wie weit reicht das? —Nach der Ansicht des Direktoriums hat es keine Grenzen; dasselbeerwartet, daß ein unausgesetztes Siegen gegen die östreichischeMacht die Sardinier paralysiren und zum Frieden zwingenwerde. Nur einen kleinen, kurzen Stoß scheint es dem Feld-herrn gegen die Sardinier zu gestatten. Bonaparte, der dieseInstruktion in seinen Memoiren mit einigen kleinen, höchst ge-ringschätzigen Noten hat abdrucken lassen, behandelt diesen Ge-danken wie eine vollkommene Jneptie. Dieser schroffe Wider-spruch fordert uns um so mehr auf, diesen Gegenstand nachunsern Grundsätzen zu erörtern; denn wenn wir auch längst dieModeansicht hinter uns haben, den General Carnot wie denStrategen gar oxoollonvs zu betrachten, so müssen wir uns dochauch hüten, uns durch die Geringschätzung eines großen Feld-herrn irremachen zu lassen. Unser Bedürfniß ist hier, den