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führt worden; der Verlust der Schlacht bei Loano im November die
1795) konnte wie eine andere Begebenheit der Art betrachtet so
werden. Hatten die Franzosen in den Niederlanden und Hol- die
land ungewöhnliche Erfolge gehabt, so wußte das östreichische län
Kabinet am besten, daß politische Ursachen stark mitgewirkt ver
hatten; dagegen war der Feldzug von 1795 am Rhein für die des
östreichischen Waffen einigermaßen glücklich gewesen. Wenn man »ug
alle diese Umstände in Betracht zieht, so kann man sich nichtwundern, wenn die östreichische Regierung auf keine so ent- Stc
scheidenden Schläge in den Apenninen gefaßt war, wie sie bald und
erfolgten, sondern sich berechtigt glaubte, von mittelmäßigen An- ein!
strengungen mittelmäßige Erfolge zu erwarten. war
Bonaparte hatte voin Direktorium gleichfalls die Weisung, was
zum Angriff überzugehen, und wenn er sie nicht gehabt hätte, > denso würde er sie sich selbst gegeben haben. Der Aufruf an seine uusi
Soldaten sagt darüber alles. Er brauchte Geld, Kleider, Pferde,Lebensrnittel, das alles fand er in den Ebenen der Lombardei. dliä
Die feindliche Armee, wenn sie auch um ein Drittel stärker ge- tltra
wesen wäre, als die seinige, wie er wohl geglaubt haben mag, sein
konnte gegen einen plötzlichen Anfall unmöglich vereinigt schla-gen: es war Hoffnung, sie einzeln aufzureiben, wozu jeder Sch
absolute Widerstand im Gebirge dem Angreifenden stets dieMittel verschafft; sie war eine verbündete Armee mit zwei Noö
divergenten Rückzugslinien: es war Hoffnung, durch einen ersten erwi
Erfolg dieses Bündniß ganz zu spalten und dann weitere Er- Ma
folge darauf zu baue». ^erl
Diese Vorstellungen lagen einem Feldherrn wie Bonaparte ^rr
zu nahe, um einer Weisung von oben deshalb zu bedürfen. 3nsi
Gleichwohl gehört es wesentlich zur Geschichte dieses Feldzugs, ^"9
daß die Instruktion, welche Bonaparte von, Direktorium erhielt,in der Hauptsache dasselbe enthielt. Sardinien von dem östreichi-schen Bündniß losreißen, es auf Unkosten Mailands vergrößern,um dadurch zu einem Schutz- und Trutzbündniß mit demselbenzu kommen, war das vorgesteckte Ziel. Die Oestreicher aber alsdie Hauptmacht vor allem zu treffen und zu entfernen, war derkürzeste Weg dahin. Darum sollten die Stöße hauptsächlich auf