32
scheidungen vorliegen, eo ig8o immer die besten. Besonders zu beg
rühmen ist auch die große Energie, der Siegesdurst, mit welchem die
er von einer Unternehmung znr andern fortschritt. Aber alsviel wirksamer erscheint doch, daß die Oestreicher nach gar kei- gan
nein Plan handelten, oder wenigstens nach keinem, der die Ger
Fälle, welche eintraten, mitumfaßt hätte, und daß sie in vere
einer beispiellosen Zersplitterung der Kräfte waren, von der Mo
man die Ursachen nicht erfahren hat und nicht errathen kann. tach
In der That hat man kaum je etwas Aehnliches gesehen bei lasse
einer Armee, die keinesweges in einen stehenden Kordon ver- wür
flochten war. schik
Von den 32,000 Mann, aus welchen Beanlieus Haupt- dem
armee bestand, geht er mit 7—8000 Mann auf den französi- seim
scheu linken Flügel zu einem partiellen Angriff vor; mit Paa
3—4000 Mann gegen die Mitte zur bloßen untergeordneten Tau
Mitwirkung; während 0—0000 Mann in den einzelnen Posten einst
auf dem Abhang der Apenninen stehen bleiben, und 14—10,000 um
Mann sich erst bei Acqui versammeln. kom
Eine solche Machtvertheilung im Großen war immer etwas Acqsehr Gewagtes und konnte nur dann ohne Nachtheile bleiben,wenn der Gegner sich ganz passiv verhielt; sobald aber dieser Thei
zu einem strategischen Angriff überging, so war die höchste Ge- gege
fahr vorhanden, und dann blieb nichts übrig, als den gewagten ^eb
Versuch der partiellen Offensive auszugeben und, um einer mög- ^er>
lichen und sogar wahrscheinlichen Rückwirkung zu begegnen, sich ^ r
in einer rückwärtsliegenden Stellung zu sammeln, wozu, wie es ^ s
scheint, die Verhältnisse Acqui bestimmten. ^bre
Als nun Bcaulieu schon am 11. von dem Widerstand aufdem Monte Legino, den er blos durch das heftige Feuer wahr- ^0.
nahm, hinreichend betroffen war, um die Offensive aufzugeben ^ßt
und für seine Person nach Acqui zu eilen, hätte er nach Sassello ^
oder Dego gehen sollen, um von diesem Centrum aus seinen Thc
Rückzug anzuordnen. !
Dem am 12. bei Montenotte erlittenen Verlust war am11. schon nicht mehr vorzubeugen; er lag darin, daß sich ein
schwacher und halber Entschluß mit einem starken des Feindes ^n
IV