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Bonaparte vergißt, daß die Verhältnisse mit Neapel feind-selig, die mit Rom sehr gespannt, die mit den andern Staatenzweifelhaft sind, daß wenn diese verschiedenen Verhältnisse insolche umgeschasfen werden sollen, die der französischen Armeeeinigermaßen Sicherheit des Rückens gewährten, dazu Zeit ge-hörte und die Verwendung eines Theils der Streit-kräfte für diese Zeit, um die Unterhandlungen durch De-monstrationen zu unterstützen; daß in der Lombardei mehrerekleine feste Plätze einzuschließen waren, wie Pizzighettone, dieCitadelle von Mailand, Brescia u. s. w.; daß Mantua, eingroßer bedeutender Platz, wahrscheinlich mit einer starken Gar-nison versehen, nicht ohne ein beträchtliches Einschließungskorpsim Rücken bleiben konnte; daß Venedig und die aus demOestreichischen kommende Hauptstraße von Villach nicht un-beachtet bleiben konnten, wenn er durch das Etschthal in Tyroleindringen wollte.
Wann und mit welcher Macht hätte Bonaparte nach Be-rücksichtigung aller dieser Umstände in Tyrol erscheinen können,und in welcher gefährlichen strategischen Lage würde sich diesevorgeschobene Spitze befunden haben!
Nicht blos das Direktorium verwarf diese ausschweifendenIdeen, sondern wir werden sehen, daß auch er selbst nicht weiterdaran dachte.
23. Beaulieu geht über den Po.
Beaulieu hatte sich, wahrscheinlich auf die Nachricht vonangeknüpften Waffenstillstands-Unterhandlungen, den 27. mitseiner Armee Alessandria genähert und stand mit der Haupt-urnree bei diesem Ort, mit einem Korps bei Acqui, mit demdritten bei Pozzolo Formigaro.
Auf die Nachricht vom Waffenstillstände hatte Beaulieu dendreisten Entschluß gefaßt, sich der drei Citadellen von Alefsandria,Norton« und Valenz« vermittelst seiner Kavallerie durch Ueber-rnmpelung zu bemächtigen. Mit Valenz« gelang es, die beidenändern Unternehmungen aber schlugen fehl.
Vielleicht hatte Beaulieu gehofft, sich in dem Dreieck, welchesIV. 4