diese drei Plätze bilden, und also am rechten Ufer des Po, nocheine Zeit lang halten zu können. In der That hat diesesDreieck sehr das Ansehn eines strategischen Bastions, welcheswohl geeignet wäre, dem Gegner Respekt einzuflößen und da-durch sowohl die Linie der Sesia als des untern Po zu decken.Freilich würde, wenn Beaulieu für sich selbst und seinen Ver-hältnissen nach ein Türenne, Bonaparte oder Montecuculi ge-wesen wäre, die Sache sich so erwiesen haben. Aber gegen einenBonaparte, der an der Spitze einer Revolutionsarmce steht,waren diese strategischen Künstlichkeiten kein praktisches Mittel,er würde das Spinngewebe bald zerrissen, und Beaulieu wahr-scheinlich in eine Katastrophe verwickelt haben.
Da nun ohnehin das Unternehmen gegen Alessandria undTortona'mißlang, Valenza allein nichts helfen konnte, so verließBeaulieu dasselbe wieder und zog sich den 2. Mai bei Valenzaüber den Po, brach die Brücke ab und bezog eine Stellung mitder Hauptarmee hinter der Cogna, bei Vallegio und Lomello,in der Absicht, in dieser Gegend nicht den Po, sondern dieCogna zu vertheidigen, mit dem linken Flügel unter GeneralRosselmini bei Sommo auf der Straße von Voghera nach Pavia,zwischen dem Po und Ticino, die Vorposten des rechten Flügelsan der Sesia, die des linken am Po und diesen Fluß mit einemSeitendetachemeut bis zur Olona beobachtend.
Diese Stellung war freilich nicht geeignet, irgend einender Zwecke zu erfüllen, die der östreichische Feldherr sich vorzu-setzen hatte.
Sie machte Fronte nach Westen, woher der Feind nichtkam, sie vertraute Flanke und Rücken einem neutralen Gebietan, welches die Franzosen nicht achteten; sie war offenbar haupt-sächlich auf die von Bonaparte selbst veranlaßte Vermuthunggegründet, daß er bei Valenza übergehen würde.
Da sich indessen in dieser Aufstellung die östreichische Haupt-macht einige 20,000 Mann stark von Sommo bis Lomello ausetwa vier Meilen Entfernung beisammen befand, und die Stellungder französischen Hauptmassen bis zum 6. zwischen Alessandriaund Voghera allerdings den Theil des Po oberhalb des Ticino-