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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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kompagnie (sguipags äs ponts), welche Bonaparte bei der Armeehatte, dort höchst nöthig war, daß außer der Brücke von Pizzighet-tone, über welche der französische Feldherr nicht disponiren konnte,unterhalb Lodi keine vorhanden war, und daß die Adda dochkein Fluß ist, den man auf bloßen Bockbrücken oder dürftig zu-sammengeschlagenen Flößen passiven kann.

Außerdem aber war die Hauptabsicht Bonaparte's, oder viel-mehr sein Hauptwunsch, die Oestreicher zu schlagen. Am 8.rückten sie ihm schon in beträchtlichen Korps über CasalPusterlengo entgegen, es war also nichts natürlicher, als daßer ihnen auf der Straße nach Lodi entgegenging, und als siedahin abzogen, folgte.

Wenn er dies nicht schon am 9. that, so muß man sagen,daß seine Truppen noch nicht alle über den Fluß waren, unddie Brücke noch nicht beendet; unter diesen Umständen kam esihm mehr darauf an, Zeit zu gewinnen, als die Entscheidungzu beschleunigen.

Endlich ist der Sturm auf die Brücke von Lodi ein Unter-nehmen, das auf der einen Seite von allem gewöhnlichen Ver-fahren so sehr abweicht, von der andern so wenig motivirt er-scheint, daß man sich allerdings fragen muß, ob es zu recht-fertigen sei oder nicht. Wäre er mit blutigem Kopf zurück-gewiesen worden, so würden sich unbedenklich alle Stimmendahin einigen, es als einen baaren Fehler anzurechnen. Abergerade der Erfolg warnt uns, nicht zu leicht abzusprechen; erdeutet darauf hin, daß hier Stoff zum Nachdenken sei. — Wiraber können um so weniger an diesem Punkt vorübergehen, alswir hier ein Element des Krieges und insbesondere der Strategiegewissermaßen isolirt antreffen, auf welches wir unserer ganzenAnsicht nach den größten Werth legen: wir meinen die mora-lische Kraft des Sieges, wie sie ihre Gewalt nach beidenSeiten hin im entgegengesetzten Sinne zeigt.

Bonaparte ist siegestrunken, d. h. er befindet sich in jenemgesteigerten Zustande der Hoffnung, des Muthes, des Vertrauens,ö"rch welchen die Seele sich über die gewöhnlichen Berechnungendes Verstandes erhebt; — er sieht seinen Gegner in Bestürzung