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Von der Garnison ließ Bonaparte den zehnten Mann er-schießen, den Kommandanten vor ein Kriegsgericht stellen, welchesihm gleichfalls den Tod gab, die Stadt aber an einigen Stellenanzünden und einige Stunden plündern. (Llsm. pour ssrvir sto.Th. 3., S. 195.)
Nach diesem Akt großer Entschlossenheit und Strenge kehrteBonaparte nach Lodi zurück und holte seine auf Brescia imMarsch begriffene Armee ein, mit der er am 28. Mai in dieserStadt seinen Einzug hielt.
30. Bonaparte geht über den Mincio. Gefecht von Borghetto am 30. Mai.
Beaulieu hatte seinen Rückzug ohne weiteren Aufenthaltüber Rivalta nach Roverbella hinter den Mincio fortgesetzt.Er warf zur Verstärkung von Mantua zwanzig seiner bestenBataillone hinein, wodurch die Garnison auf 13,000 Mannstieg. Er beschloß die Vertheidigung des Mincio zu versuchen.
Seine Armee hatte einige Verstärkungen an sich gezogenund war dadurch mit Einschluß der Besatzung von Mantuaauf zwciundvierzig Bataillone und einundvierzig Schwadronengestiegen, die 31,000 Mann stark waren.
Einige tausend Mann davon befanden sich am nördlichenEnde des Gardasees bei Riva und selbst an den Quellen derEtsch iin Münsterthal bei Täufers, wo der General Laudongegen Graubündten unnöthig Wache hielt.
Die Aufstellung hinter dem Mincio war Ende Mai imGroßen betrachtet folgende:
General Liptay mit. 4500 Mann
machte den rechten Flügel, hielt Peschiera besetzt,dessen er sich durch Ueberrumpelung der venetia-nischen Besatzung bemächtigt hatte und hatte
Borposten an der Chiese.
Melas bei Oliosi mit. 4500
wurde als die eigentliche Reserve betrachtet.
Sebottendorff bei Valeggio mit. 6000
war das eigentliche Centrum.