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Kolli mit 4500 Mann der Besatzung vonMantua und etwas Kavallerie von der Armee
macht den linken Flügel bei Goito mit. 5000 Mann
20000 Mann.
Nun blieben in Mantua noch 8 —9000 Mann, wovon4—5000 gegen die untere Chiese und den Po detachirt waren.Auch Sebottendorff und Kolli hatten ihre Vorposten noch ausdem rechten Ufer des Mincio. Das Hauptquartier Beaulieuswar zu St. Giorgio, nahe unterhalb Borghetto am Mincio.
Der Mincio hatte vier Brücken, nämlich bei Peschiera,Borghetto, Goito und Rivalta, von denen keine zerstört war.Die von Peschiera wurde durch diesen Platz geschlossen, die vonRivalta war zu nahe an Mantua, um von den Franzosen be-nutzt zu werden. Führten giebt es im Mincio nicht, aber frei-lich viele Inseln, die das Brückenschlägen erleichtern, auch hatteer in der damaligen trockenen Jahreszeit wenig Wasser, und esgab daher gleich unterhalb Borghetto eine Stelle, wo er allen-falls durchwatet werden konnte, welche auch die Oestreicher vonBorghetto aus durch zwei Kompagnieen besetzten.
Da die Strecke des Mincio von Rivalta bis Peschiera,welche allein bedroht ist, nicht über vier Meilen beträgt, wennman die Krümmungen des Flusses nicht rechnet, auf die es nurbei einer Ufervertheidigung ankommen würde; da man Ende desMonats Mai war. also sehr kurze Nächte hatte, und da dieFranzosen keine Pontons hatten, so hätte sich allerdings beizweckmäßigen Anstalten für die Vertheidigung des Mincio nochein leidliches Resultat ergeben können; denn wenn man auch die8—9000 Mann für Mantua nöthig erachtete, um anfangs dieuntere Chiese und den Po zu beobachten und später, im Fallder Feind in diese Gegend vordränge, den Mincio unterhalbMantua zu vertheidigen, so waren doch 20,000 Mann für diekurze Strecke von vier Meilen eine ganz beträchtliche Streitkraft.Wenn nämlich davon ein paar tausend Mann für Peschiera undein paar tausend für die Flußbeobachtung abgezogen wurden,so blieben 16,000 Mann übrig, mit welchen, wenn siezusammengehalten wurden, Bcaulieu jeden Punkt, wo die