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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Vortheil zur Abschneidung des linken Flügels zog; nur hätteman freilich erwarten können, daß er dann in seinen Memoirenselbst etwas davon gesagt hätte. Sei dem, wie ihm wolle, soist nicht zu längnen, daß wir an diesem Tage bei Bonapartedie Thätigkeit in Benutzung errungener Vortheile vermissen, vonwelcher er in einem gewissen Sinne als der eigentliche Erfinderzu betrachten ist.

Bonaparte ließ die Division Massena den 3. Juni nachVerona rücken, mit den Divisionen Serrurier und Augereaurückte er vor Mantna, bemächtigte sich am 4. des Forts St. Giorgiound schloß den Platz an allen seinen fünf Zugängen ein.

Massena rückte dem General Beaulieu ins Thal der Etschbis Rivoli nach, worauf der östreichische Feldherr bis Calianozwischen Roveredo und Trient zurückging.

Auch jetzt unterließen die Oestreichs nicht, sich in eine Un-zahl von Posten aufzulösen, die rechts bis Graubündten, linksbis ins Brcntathal reichten.

31. Unteritalieu.

Das Schicksal von Oberitalien war vor der Hand militärischentschieden; es kam jetzt für die Franzosen darauf an, welcheRücksichten auf Unteritalien genommen werden mußten. MitToscana befand man sich vollkommen im Frieden, denn derGrobherzog hatte die Republik anerkannt. Indessen fanden dieFranzosen es unbequem und bedenklich, daß die Engländer imHafen von Livorno zugelassen wurden.

Mit Rom war die Republik, wenn nicht im eigentlichenKriegs-, doch im feindseligen Zustand. Denn im Januar 1793war dort der französische Gesandte Basseville ermordet worden,und die Franzosen hatten bis jetzt noch keine Gelegenheit ge-habt, sich die gehörige Genugthuung zu verschaffen, vielmehrhatte der Papst durch wiederholte Protestationen gegen alles,was in Frankreich in Beziehung auf kirchliche Verhältnisse ge-schehen war, seiner Stellung einen wahrhaft feindseligen Cha-rakter gegeben.

Mit Neapel befand sich die Republik im offenen Kriege,