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weil ein Korps neapolitanischer Kavallerie sich bei der Armeevon Beanlien befand.
Unter diesen Umständen war allerdings der Gedanke sehrnatürlich, in einem Augenblick, wo man in der Lombardei nichtszu thun fand, was die ganzen Streitkräfte in Anspruch nahm,einen Theil derselben zu verwenden, um sich mit den unter-italiänischen Staaten bessere Verhältnisse zu verschaffen, sei es,indem man ihre Regierungen znm Frieden zwang, oder indemnian sie ganz vertrieb und das Land republikanisirte. Wir sagen:Es war wünschenswerth, denn daß es absolut nothwendig ge-wesen sei, ist offenbar zu viel behauptet, weil die französischeArmee den Krieg in Oberitalien auch bei den zweifelhaftenVerhältnissen Unteritalicns fortführen konnte und auch sort-^ geführt haben würde, wenn die Oestreichcr z. B. auf der Stellemit einer neuen Armee an der Etsch erschienen wären. DieMaßregeln der Regierungen von Rom und Neapel waren zu^ schwach, um der französischen Armee in Oberitalien sehr gefähr-lich zu werden, und wenn diese Armee ferner siegreich blieb, sowürden sich jene beiden Regierungen nicht gerührt haben.
Das Direktorium hatte sich schon früher mit der Frage wegenUnteritalien beschäftigt, und schon am 14. Mai in Lodi erhieltBonaparte ein Schreiben desselben, worin ein Plan für dieweitere Führung deS Krieges in Italien enthalten, aber freilichmehr angedeutet, als bestimmt ausgesprochen oder gar vor-geschrieben war. Dieser Plan bestand in einer Trennung derfranzösisch-italiänischen Streitkräfte, die auf einige 40,000 Mannzu schätzen waren. Die eine Hälfte sollte unter dem BefehlBonapartes gegen Unteritalien marschiren, und es schien (wenig-stens nach dem, was Bonaparte in seinen Memoiren darübersagt) die Absicht zu sein, diese Gegenden zu revolutioniren. Dieandere Hälfte der Armee, unter Kcllermanns Befehl gestellt,sollte unterdessen Mantua einschließen und die Linie der Etschhalten.
Um die auf diese Weise ganz aufgehobene Einheit des Be-fehls einigermaßen zu ersetzen, wurde einer bei den Armeen derNepublik bestehenden Einrichtung ausdrücklich neue Kraft ge-